Spiele-Studio
Sega
Für Retro-Spieler ist Sega mehr als nur eine Spielemarke — sie ist ein Symbol einer ganzen Ära und ein ewiger Herausforderer, der sich nicht scheute, Nintendo von Angesicht zu Angesicht gegenüberzutreten. Der blaue Igel, der Slogan "Genesis does what Nintendon't" und die unverwechselbare Stimme, die beim Start eines Spiels "SEGA!" schrie, gruben sich in das Gedächtnis von Millionen Spielern auf der ganzen Welt ein. Für Fans der Klassiker ist Sega das Studio, das den Spielhallen und Heimkonsolen Geschwindigkeit, Frechheit und einen eigenwilligen Stil verlieh: von der höllischen Action von Shinobi III über die staubigen Arenen von Golden Axe bis zu den Comic-Panels von Comix Zone. Es ist ein Unternehmen, das Geschichte schrieb, als Hardwarehersteller wie als genialer Spieleschöpfer.
Geschichte
Segas Wurzeln reichen überraschend weit zurück — bis ins Jahr 1960, als in Japan die Firma Service Games entstand, aus deren abgekürztem Namen der Name SEGA hervorging. Zunächst widmete sie sich der Herstellung von Spielautomaten, Jukeboxen und mechanischen Arcade-Geräten. Der wahre Aufstieg kam jedoch mit der Ära der Videospiele. In den 1980er-Jahren wurde Sega zu einer der Großmächte der Spielhallen: Titel wie Space Harrier (1985) führten eine blendende Pseudo-3D-Grafik vor und wurden zum Flaggschiff einer Ära, in der der Designer Yuji Naka und der Produzent Yu Suzuki die Grenzen dessen verschoben, was Automaten konnten.
Auf dem Gebiet der Heimkonsolen griff Sega zunächst mit dem Acht-Bit-System Master System an. Für dieses entstanden Kostbarkeiten wie der Jump-'n'-Run-Ritt Alex Kidd in Miracle World, die zauberhafte Adaption Castle of Illusion mit Mickey Mouse oder das originale Phantasy Star (1987) — ein RPG, das mit seinem Umfang und seiner weiblichen Heldin seiner Zeit voraus war. Die wahre Legende wurde jedoch mit dem Erscheinen der Sechzehn-Bit-Konsole Mega Drive (in Nordamerika Genesis) Ende der 1980er-Jahre geboren. Sie ließ die Serie Sonic the Hedgehog (1991) entstehen, ein Maskottchen, das Mario an Geschwindigkeit und Attitüde Konkurrenz machen sollte — und es gelang. Das Mega Drive wurde zur Heimat unsterblicher Klassiker: der Ninja-Action Shinobi III, des brutalen Fantasy-Gemetzels Golden Axe, des einfallsreichen Comix Zone, in dem der Spieler buchstäblich durch die Seiten eines Comics läuft, und des Höhepunkts der berühmten RPG-Saga Phantasy Star IV. Auf dem tragbaren Game Gear durfte das süchtig machende Logikspiel Columns nicht fehlen.
Die 1990er-Jahre brachten die 32-Bit-Konsole Saturn mit Titeln wie dem flinken Jump-'n'-Run Astal, dessen handgezeichnete Grafik bis heute begeistert. Der Saturn verlor jedoch den Kampf mit der PlayStation und kündigte schwerere Zeiten an. Die letzte eigene Konsole wurde der visionäre Dreamcast (1998), bis heute geliebt, der Sega jedoch finanziell so sehr erschöpfte, dass sie sich 2001 aus der Hardwareproduktion zurückzog und rein zu einem Entwickler und Herausgeber von Software wurde.
Schlüsselpersönlichkeiten
Das Gesicht des klassischen Sega ist zweifellos Yuji Naka, der Programmierer hinter dem Phänomen Sonic the Hedgehog, den er zusammen mit dem Designer Naoto Ohshima (dem Urheber der Gestalt des blauen Igels) und dem Leveldesigner Hirokazu Yasuhara schuf. Dieses Trio bildete den Kern des berühmten internen Teams Sonic Team.
Nicht weniger wichtig ist Yu Suzuki, der geniale Schöpfer von Arcade-Krachern wie Space Harrier, Hang-On oder Out Run, der später das ambitionierte Projekt Shenmue auf dem Dreamcast leitete. Zu den Legenden gehört auch Rieko Kodama, eine Designerin und Regisseurin, die vor allem mit der Serie Phantasy Star verbunden ist — eine der markantesten weiblichen Schöpferinnen der goldenen Ära der japanischen Spiele. Auf der musikalischen Seite hinterließen der Komponist Tomonori Sawada und eine Reihe weiterer Autoren aus dem internen Studio ihre Spuren, deren Melodien aus Segas Automaten und Konsolen den Spielern bis heute im Kopf klingen.
Wandlungen und Wechsel
Sega durchlief stürmische Veränderungen, die erwähnenswert sind. Nach dem Rückzug vom Hardwaremarkt verband sie sich 2004 mit der Firma Sammy, und es entstand die Holding Sega Sammy. Etwa zur selben Zeit verließ Yuji Naka das Unternehmen und gründete später sein eigenes Studio. Sega schluckte auch eine Reihe kleinerer Teams und Marken — unter ihre Fittiche gehören unter anderem das britische Sports Interactive (Football Manager) oder das Studio Creative Assembly mit der Serie Total War. Aus einem japanischen Konsolenentwickler wurde so ein globales Verlagshaus mit einem vielfältigen Portfolio.
Die Gegenwart
Sega lebt im Jahr 2026 noch immer und es geht ihr gut — sie agiert als Teil der Gruppe Sega Sammy und bleibt einer der markantesten japanischen Herausgeber. Sonic ist wieder auf dem Höhepunkt der Popularität, und das nicht nur dank der Spiele, sondern auch einer erfolgreichen Filmreihe, die dem Igel die Tür zu einer neuen Generation von Fans öffnete. Neben ihm laufen Marken wie Like a Dragon (früher Yakuza), Persona aus dem Studio Atlus, das Sega besitzt, oder die Total-War-Strategien auf Hochtouren.
Für den Liebhaber des Retro ist jedoch entscheidend, dass Sega ihr reiches Erbe nicht vergessen hat. Sie veröffentlicht regelmäßig Sammlungen und Remaster ihrer Klassiker — ob es sich um die umfangreichen Sega-Genesis-Classics-Kollektionen handelt oder um ambitioniertere Projekte, die alte Marken wiederbeleben. So können die Spieler heute leicht auf neuere Titel wie das strategische Valkyria Chronicles II von der PSP wie auch auf alte Klassiker vom Mega Drive zugreifen. Sega ist der lebendige Beweis, dass auch ein Unternehmen, das den Konsolenkrieg verlor, eine Legende bleiben kann — und sich stolz zu seiner Vergangenheit bekennt.
Spiele des Studios (150)
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Astro Invader · 1980
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Congo Bongo · 1983
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Bank Panic · 1984
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Girl's Garden · 1984
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Lode Runner · 1984
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Doki Doki Penguin Land · 1985
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Elevator Action · 1985
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Enduro Racer · 1985
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Pitfall II: Lost Caverns · 1985
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Space Harrier · 1985
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Star Force · 1985
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Alex Kidd in Miracle World · 1986
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Alex Kidd: The Lost Stars · 1986
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Black Belt · 1986
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Fantasy Zone · 1986
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Ninja Princess · 1986
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Aztec Adventure · 1987
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Great Baseball · 1987
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Great Football · 1987
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Great Soccer · 1987
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Phantasy Star (SMS) · 1987
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Super Hang-On · 1987
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World Grand Prix · 1987
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Alien Syndrome · 1988
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Altered Beast · 1988
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Cyborg Hunter · 1988
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Power Drift · 1988
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Tetris (Sega arcade) · 1988
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Alex Kidd: High-Tech World · 1989
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Battle Out Run · 1989
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Golden Axe · 1989
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Phantasy Star II · 1989
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Phantasy Star IV · 1989
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Sword of Vermilion · 1989
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The Revenge of Shinobi · 1989
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Bonanza Bros · 1990
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Castle of Illusion · 1990
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Dragon Crystal · 1990
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Fatal Labyrinth · 1990
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Laser Ghost · 1990
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Michael Jackson's Moonwalker · 1990
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Golden Axe II · 1991
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Golden Axe Warrior · 1991
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Ninja Gaiden · 1991
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Spellcaster · 1991
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Streets of Rage · 1991
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Tennis Ace · 1991
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The Lucky Dime Caper · 1991
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Chakan: The Forever Man · 1992
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Kid Chameleon · 1992
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Olympic Gold · 1992
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Final Fight CD · 1993
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Golden Axe III · 1993
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Sonic Spinball · 1993
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Clockwork Knight · 1994
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Clockwork Knight 1 & 2 · 1994
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Sega Rally Championship · 1994
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Sega Worldwide Soccer · 1994
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Virtua Fighter 2 · 1994
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After Burner Complete · 1995
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Baku Baku Animal · 1995
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Comix Zone · 1995
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Golden Axe: The Duel · 1995
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Knuckles' Chaotix · 1995
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Metal Head · 1995
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Sega Rally · 1995
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Shadow Squadron · 1995
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Dynamite Headdy · 1996
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Mansion of Hidden Souls · 1996
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The House of the Dead · 1996
- MAME
Sega Bass Fishing · 1997
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Winter Heat · 1997
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The House of the Dead 2 · 1998
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Initial D Arcade Stage · 2002
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Puyo Pop Fever · 2004
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Ghost Squad · 2007
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Thunder Force VI · 2008
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Valkyria Chronicles II · 2010
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Super Monkey Ball 3D · 2011
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Virtua Tennis 4 · 2011
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Yakuza: Dead Souls · 2011
- Mobil
Crazy Taxi · 2012
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Hatsune Miku: Project DIVA f · 2012
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Valkyria Chronicles · 2014
- PS4
Yakuza Ishin! · 2014
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Valkyria Chronicles 4 · 2018
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Sonic Mania Plus · 2023