Out Run – boxart
MDSEGA Mega Drive

Out Run

Racing 1991 Sega ⏱ Mittel · ~3–10 Std.
Out Run – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Out Run – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Ein Cabrio, Sonnenschein und die offene Straße; Yu Suzukis einflussreicher Rennautomat, jetzt zu Hause.

Sie setzen sich hinter das Steuer eines roten Cabriolets, neben Ihnen eine Blondine und vor Ihnen die offene Straße der untergehenden Sonne entgegen. Out Run auf dem SEGA Mega Drive bringt einen der einflussreichsten Rennautomaten der Achtzigerjahre auf Segas Heimkonsole.

Den ursprünglichen Automaten schuf das Team rund um den legendären Designer Yu Suzuki bei Sega Mitte der Achtzigerjahre. Bei Out Run ging es nicht darum, Gegner zu besiegen, sondern um die Freiheit der Fahrt. An Weggabelungen wählt der Spieler selbst, wohin er fährt, sodass es mehrere verschiedene Ziele und Routen quer durch eine malerische Landschaft von der Küste bis in die Berge gibt. Diese Idee der Wegwahl war für ihre Zeit erfrischend und hob das Spiel von anderen Rennen ab.

Beim Gameplay geht es um ein Rennen gegen die Zeit. Sie müssen die einzelnen Abschnitte durchfahren, bevor das Limit an den Kontrollpunkten abläuft, sich durch dichten Verkehr schlängeln und Kurven bei hoher Geschwindigkeit meistern. Zur unverwechselbaren Atmosphäre gehört auch die Möglichkeit der Musikwahl, bei der Sie am Bordradio eines der eingängigen Stücke einstellen, das Sie dann die ganze Fahrt über begleitet. Out Run verkaufte so vor allem ein Gefühl, die Freude an der Geschwindigkeit und einen Sommer auf vier Rädern.

Out Run ging als ein entscheidender Titel in die Geschichte ein, der das Arcade-Rennen aufwertete und ein ganzes Subgenre flotter, unkomplizierter Racer inspirierte, die auf das Fahrerlebnis ausgerichtet sind. Die Marke erlebte eine Reihe von Fortsetzungen, und ihre Musik wie auch ihre Ästhetik gehören bis heute zum Einprägsamsten der Spielekultur der Achtzigerjahre.

Die Umsetzung für das Mega Drive bringt dieses Gefühl der Freiheit auf eine Konsole, wenn auch durch die Hardware im Vergleich zum spezialisierten Automaten begrenzt. Es ist ein Titel, bei dem es nicht um Perfektion geht, sondern um jenes unnachahmliche Gefühl der offenen Straße und des Sommers.

Warum spielen: Eine unbeschwerte Feier von Geschwindigkeit und Freiheit hinterm Steuer, bei der Sie selbst Weg und Musik zur untergehenden Sonne wählen.

Spiel 65 von 151 für SEGA Mega Drive

Derselbe Titel woanders (9)

Segas Arcade-Original von 1986 lief auf spezieller Super-Scaler-Hardware, die die Straße flüssig in die Ferne skalierte, dazu drei wählbare Melodien aus den Lautsprechern des Automaten. Heimcomputer konnten diese Geschwindigkeitsillusion nicht vollständig nachbilden: Commodore 64, Amstrad CPC und Atari ST zeigen alle ein spürbar ruckeligeres Straßen-Scrolling und weniger Streckendetails. Die Amiga hielt trotz der Einschränkungen ordentliche Flüssigkeit und schönere Grafik, das Master System überraschte mit für eine Achtbit-Konsole recht originalgetreuer Grafik und Musik. Für das echte Arcade-Gefühl bleibt das Original unerreicht.