Congo Bongo
Congo Bongo ist ein Arkade-Plattformer von Sega, den die Firma selbst im Rahmen ihrer damaligen Zusammenarbeit mit Atari bei Heimumsetzungen eigener Arkadentitel auch auf den Atari 5200 portierte. Das Spiel folgt lose dem von Donkey Kong begründeten Genre-Vorbild, bietet jedoch eine isometrische Ansicht einer Szenerie, in der der Spieler als Abenteurer Felsen erklimmt, Abgründe überspringt und Kokosnüssen, Steinen und anderen Fallen auf der Jagd nach einem Affen namens Congo ausweicht, wobei spätere Szenen auch Wasserhindernisse mit Nilpferden und weiteren aus verschiedenen Entfernungen angreifenden Tieren einführen. Die isometrische Darstellung verlieh dem Spiel zur Zeit der Veröffentlichung ungewöhnliche visuelle Tiefe und hob es deutlich von den flacheren Plattformern der damaligen Konkurrenz ab, erschwerte gleichzeitig aber sowohl Zuschauer als auch Spieler die genaue Einschätzung von Entfernungen.
Der Port für den Atari 5200 versuchte, den visuellen Stil der Arkadenvorlage zu bewahren, einschließlich der geschichteten Dschungel-, Wasserfall- und Höhlenszenen, und obwohl Farbpalette und Detailgrad wegen der Hardwarebeschränkungen der 8-Bit-Konsole gegenüber der Arkadenplatine vereinfacht werden mussten, blieb die grundlegende Atmosphäre des exotischen Abenteuers gut spürbar. Die Steuerung mit dem Analog-Stick erforderte wegen der isometrischen Perspektive etwas Gewöhnung, da sie die genaue Einschätzung der Position der Figur gegenüber Plattformkanten und Abgrundrändern erschwert, was bei unerfahrenen Spielern zu häufigen, frustrierenden Stürzen führte. Die zeitgenössische Aufnahme war gemischt bis positiv, wobei Congo Bongo eher für seine Originalität und den unverbrauchten Blick auf das Genre geschätzt wurde als für technisch fehlerfreie Umsetzung oder perfekte Steuerung.
Congo Bongo stellt heute dank seiner isometrischen Grafik, die spätere Perspektivexperimente innerhalb des Plattformer-Genres und anderer Actionspiele beeinflusste, einen interessanten Ausreißer aus dem gängigen Plattformer-Schema seiner Zeit dar. Auf dem Atari 5200 handelt es sich um eine solide, wegen der speziellen Steuerung und ungewohnten Perspektive aber ungewöhnlich anspruchsvolle Umsetzung, geschätzt vor allem von Sammlern und Fans der frühen Arkade-Ästhetik der 1980er Jahre.
Warum spielen: Wegen der ungewöhnlichen isometrischen Perspektive, die spätere Plattformer beeinflusste, auch wenn die anspruchsvolle Steuerung eher Sammler und Fans der frühen Arkade-Ästhetik ansprechen wird.
Spiel 18 von 41 für Atari 5200