Marken
Need for Speed
Need for Speed startete 1994 mit The 3DO Road & Track Presents: The Need for Speed für die Konsole 3DO, entwickelt von einem Studio, das später in Electronic Arts Canada umbenannt wurde. Anders als die damaligen Arcade-Rennspiele wie Ridge Racer setzte das Spiel auf lizenzierte Sportwagen von der Corvette bis zum Toyota Supra, ein realistischeres Fahrverhalten und für die Zeit ungewöhnliche Features wie Wiederholungen aus der Fahrerperspektive und schriftliche Profile zu jedem Fahrzeug. Damit positionierte sich die Reihe von Anfang an näher an der Simulation als an reiner Arcade-Unterhaltung.
Need for Speed II (1997) brachte exotischere Fahrzeuge und die ersten Offroad-Strecken, während Need for Speed III: Hot Pursuit (1998) die Reihe durch Verfolgungsjagden mit der Polizei berühmt machte, die zu einem ihrer Markenzeichen wurden. Die erweiterte Fassung High Stakes führte Fahrzeugschäden und eine Versicherung ein, und Porsche Unleashed (2000, in Europa auch als Porsche 2000 bekannt) konzentrierte sich ausschließlich auf die Geschichte der Marke Porsche über mehrere Jahrzehnte hinweg – ein enger Fokus, den viele Fans bis heute als einen der ausgereiftesten Teile der Reihe schätzen. Hot Pursuit 2 (2002) brachte die Polizeijagden dann für die nächste Konsolengeneration zurück.
Einen Wendepunkt markierte Need for Speed: Underground (2003), das die Reihe in Richtung Tuning- und Straßenrennkultur lenkte, inspiriert von der Import-Szene und den Fast-and-Furious-Filmen – Neonlicht am Unterboden, optisches Karosserie-Tuning, Drift- und Beschleunigungsrennen ersetzten die lizenzierten Supersportwagen. Underground 2 (2004) erweiterte das Konzept um eine frei befahrbare Stadt. Most Wanted (2005), das die Tuning-Ästhetik mit intensiven Polizeijagden verband, gilt vielen als Höhepunkt dieser Ära. Carbon (2006) setzte mit Canyon-Duellen fort, während ProStreet (2007) sich geschlossenen Rundstrecken und legalen Rennen zuwandte, was viele Spieler enttäuschte, und Undercover (2008) wegen technischer Mängel Kritik einstecken musste.
Parallel dazu entstand mit Shift (2008) und Shift 2: Unleashed (2011) von Slightly Mad Studios eine simulationsorientierte Nebenlinie mit Fokus auf realistische Cockpit-Perspektive und Fahrphysik. Das britische Studio Criterion Games, bekannt für die Burnout-Reihe, übernahm die Marke mit Hot Pursuit (2010), das zu den arkadigen Verfolgungsjagden zwischen Polizei und Rasern zurückkehrte und sehr positiv aufgenommen wurde, und später mit einem Reboot von Most Wanted (2012) mit offener Spielwelt. The Run (2011) versuchte, die Reihe als filmisches Rennen quer durch die USA zu inszenieren, während Rivals (2013) vom neu gegründeten Studio Ghost Games das Cop-gegen-Racer-Prinzip aus Hot Pursuit mit einer offenen Welt verband.
Seitdem wechseln sich Ghost Games und Criterion bei den Reboots ab: Need for Speed (2015) kehrte zur nächtlichen Tuning-Atmosphäre von Underground zurück, Payback (2017) fügte eine filmische Rachegeschichte hinzu, Heat (2019) teilte das Spiel in einen legalen Tag und eine illegale Nacht, und Unbound (2022) bereicherte die Optik um stilisierte Graffiti-Effekte bei Drifts und Boosts. Der mobile Ableger Need for Speed: No Limits brachte die Marke auch auf Smartphones. Über mehr als drei Jahrzehnte und mehr als vierzig Teile hinweg bleibt Need for Speed eine der meistverkauften Rennspielreihen, die je nach Ära zwischen Arcade-Tuning und Simulation pendelt.
Teile der Reihe (26)
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The Need for Speed · 1994
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Need for Speed II · 1997
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Need for Speed: High Stakes · 1999
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Need for Speed: Porsche 2000 · 2000
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Need for Speed: ProStreet · 2007
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Need for Speed: Undercover · 2008
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Need for Speed: Nitro · 2009
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Need for Speed: Shift · 2009
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Need for Speed World · 2010
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Need for Speed: Hot Pursuit · 2010
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Need for Speed: The Run · 2011
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Need for Speed Rivals · 2013
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Need for Speed: No Limits · 2015
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Need for Speed Payback · 2017
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Need for Speed Heat · 2019
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Need for Speed Unbound · 2022