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Final Fantasy
Final Fantasy entstand 1987 beim japanischen Studio Square als letzter großer Wurf – das Unternehmen stand nach einer Reihe kommerzieller Misserfolge kurz vor der Pleite, und der Titel sollte andeuten, dass dies das letzte Spiel sein könnte, das man überhaupt noch veröffentlicht, bevor man die Türen schließt. Schöpfer Hironobu Sakaguchi baute das Spiel auf rundenbasierten Kämpfen auf, einer mittelalterlichen Fantasywelt mit Science-Fiction-Elementen (Luftschiffe, Kristalle, mechanische Waffen) und einem Job-System, das Spieler nach Bedarf anpassen konnten – vier ausgewählte Helden ohne feste Identität, ein Gegenentwurf zu den festeren Figuren des Konkurrenten Dragon Quest. Der unerwartete Erfolg des ersten Teils, der die USA erst 1990 erreichte, machte daraus eine feste Reihe, und seither erzählt jeder weitere Teil seine eigene, in sich geschlossene Geschichte mit neuen Figuren und einer neuen Welt – verbunden nur durch wiederkehrende Motive wie Chocobos, Moogles, Materia oder beschworene Monster wie Ifrit und Bahamut.
Auf NES und Super Nintendo experimentierte die Reihe rasch mit eigenen Regeln weiter: Teil drei und fünf bauten das Job-System weiter aus, Teil vier führte das ATB-System ein, bei dem Figuren nach verstreichender Zeit statt nach starrer Zugreihenfolge handelten, und brachte ein ausgefeilteres, emotionaleres Erzählen mit sich. Teil sechs gilt bis heute vielen als Höhepunkt der 16-Bit-Ära – dank seines umfangreichen Ensembles aus vierzehn spielbaren Figuren, der düsteren Geschichte um den Schurken Kefka, der zeitweise zum Herrscher einer zerstörten Welt wird, und einer Opernszene, die zeigte, wie weit Erzählkunst und Atmosphäre im JRPG-Genre gehen können.
Der Wechsel zur PlayStation brachte den eigentlichen weltweiten Durchbruch – Final Fantasy VII von 1997 verband mit Cloud, Sephiroth und der Stadt Midgar 3D-Grafik mit vorgerenderten Filmsequenzen, aufwendigem Marketing und einer Geschichte über ökologische Katastrophe und den Konzern Shinra, und machte JRPGs im Westen zu einem Mainstream-Phänomen. Der Erfolg der Reihe trug auch zur Fusion von Square mit dem langjährigen Rivalen Enix 2003 zum heutigen Square Enix bei. Teil acht knüpfte daran mit einem ambitionierteren, romantischeren Ansatz und seinem Junction-System an, während Teil neun bewusst zur älteren, märchenhafteren Ästhetik der Reihe zurückkehrte, als Hommage an ihre Wurzeln. Teil zehn brachte vollständige Sprachausgabe, eine linearere, aber emotionale Geschichte um Tidus und Yuna in der Welt Spira und ersetzte das ATB-System durch ein auf der Geschwindigkeit jeder Figur basierendes Zugsystem.
Die Reihe wagte sich danach auch ins Online- und Experimentierfeld: Teil elf war das erste MMO der Serie, angesiedelt in der Welt Vana'diel; Teil zwölf rückte die Kämpfe über ein Gambit-System, das das Verhalten der Verbündeten steuerte, näher an Echtzeit heran; und Teil dreizehn entstand als Trilogie (samt den Fortsetzungen XIII-2 und Lightning Returns), die für ihre lineare Streckenführung und ihr Paradigm-Shift-System kritisiert wurde. Teil vierzehn startete 2010 mit einem katastrophalen Fehlstart, wurde aber unter Regisseur Naoki Yoshida als A Realm Reborn komplett neu aufgebaut und zu einem der angesehensten MMOs am Markt. Teil fünfzehn machte aus der Reihe eine offene Welt rund um einen Roadtrip vierer Freunde, und Teil sechzehn rückte die Kämpfe vollständig in Echtzeit, ohne klassisches Befehlsmenü, näher an das Character-Action-Genre.
Rund um die Hauptreihe wuchs ein ganzes Geflecht an Ablegern – das taktische Final Fantasy Tactics, die actionlastige Reihe Crystal Chronicles, der Crossover-Prügler Dissidia, die Rhythmusspielreihe Theatrhythm sowie die Disney-Crossover-Reihe Kingdom Hearts – und in den letzten Jahren aufwendige Remakes: Final Fantasy VII Remake und die Fortsetzung Rebirth erzählen den Kultteil sieben als neue, erweiterte Trilogie mit verändertem Ende neu. Durch die Mischung aus rundenbasierter Taktik, starken Geschichten und ikonischen Figuren prägte Final Fantasy das gesamte JRPG-Genre, im Westen wie in Japan, und bleibt eine der am längsten ununterbrochen fortgeführten großen Spielereihen überhaupt.
Teile der Reihe (57)
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Final Fantasy · 1987
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Final Fantasy III · 1990
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Final Fantasy Adventure · 1991
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Final Fantasy IV · 1991
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Final Fantasy IV / V · 1991
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Final Fantasy V · 1992
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Final Fantasy: Mystic Quest · 1992
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Final Fantasy VI (FFIII US) · 1994
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Final Fantasy VII · 1997
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Final Fantasy Tactics · 1998
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Final Fantasy VIII · 1999
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Final Fantasy IX · 2000
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Final Fantasy II · 2001
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Final Fantasy X · 2001
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Final Fantasy XI · 2002
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Final Fantasy X-2 · 2003
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Final Fantasy IV Advance · 2005
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Final Fantasy V Advance · 2006
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Final Fantasy XII · 2006
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Final Fantasy VI Advance · 2007
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Dissidia Final Fantasy · 2008
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Dissidia Final Fantasy / 012 · 2008
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Final Fantasy XIII · 2010
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Final Fantasy Type-0 · 2011
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Final Fantasy XIII-2 · 2011
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Final Fantasy Dimensions · 2012
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Final Fantasy Explorers · 2014
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Final Fantasy Type-0 HD · 2015
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Final Fantasy XV · 2016
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World of Final Fantasy · 2016
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Dissidia Final Fantasy NT · 2018
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Final Fantasy VII Remake · 2020
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- PS5
- Mobil
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Final Fantasy XVI · 2023
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Final Fantasy VII Rebirth · 2024