Final Fantasy XIII-2
Final Fantasy XIII-2 gehörte zu den seltenen Fällen, in denen ein Hauptteil der Serie in Japan am selben Tag für die Xbox 360 erschien wie für die PlayStation 3 – das vorherige Final Fantasy XIII kam in Japan nur für die Sony-Konsole heraus, und die Xbox-360-Version traf dort erst deutlich später ein. Bei dem Nachfolger entschied sich Square Enix daher, deutlich stärker als zuvor auf Microsofts Konsole zu setzen und sie den japanischen Spielern gleich vom ersten Tag an anzubieten, statt wie beim Vorgänger erst mit Verzögerung.
Technisch musste die Xbox-360-Version jedoch mit der geringeren Kapazität der damaligen DVDs im Vergleich zu Blu-ray auf der PlayStation 3 zurechtkommen, weshalb das Spiel auf der Xbox auf mehrere Installationsdatenträger aufgeteilt erschien. Spieler mussten daher während des Spielens an bestimmten Stellen den Datenträger wechseln, was bei der PlayStation-3-Version dank eines einzigen Mediums entfiel. Der Inhalt selbst, die Grafik und der Umfang des Spiels unterschieden sich zwischen den Konsolen jedoch in keiner Weise – es handelte sich um eine vollkommen gleichwertige Veröffentlichung mit denselben Quests, Kämpfen und später erschienenen herunterladbaren Zusatzinhalten wie neuen Kostümen oder Boss-Kampf-Szenarien, die nach und nach gleichzeitig auf beiden Konsolen veröffentlicht wurden.
Die Steuerung war an den Xbox-Gamepad angepasst, ansonsten lief das Spiel jedoch auf derselben Engine und mit derselben Optik wie die konkurrierende Version. Der Unterschied in der Anzahl der Datenträger war somit praktisch das Einzige, was Spieler bei der Wahl zwischen den Plattformen bedenken mussten, bevor zwei Jahre später noch ein PC-Port beide Versionen ergänzte, der beide Konsolenveröffentlichungen zu einer einzigen digitalen Version vereinte, ganz ohne physische Datenträger und ohne die durch die Kapazität optischer Disks bedingten Einschränkungen. Für Sammler physischer Veröffentlichungen bleibt jedoch gerade die Box-Version für Xbox 360 mit mehreren Discs im Inneren eines der kleinen, kuriosen Details der gesamten Trilogie und eine Erinnerung an eine Zeit, in der die Datenanforderungen großer Spiele an die Grenzen der damaligen optischen Medien stießen, bevor der Übergang zur digitalen Distribution und zum Download auf die Festplatte zur Selbstverständlichkeit wurde.
Warum spielen: Mit derselben Engine und Optik wie auf konkurrierenden Plattformen, mit dem einzigen Unterschied in der Anzahl der Discs, werden Sammler physischer Veröffentlichungen gerade die Box-Version für Xbox 360 als kuriose Erinnerung an die Grenzen der damaligen optischen Medien zu schätzen wissen.
Spiel 188 von 259 für Xbox 360
Derselbe Titel woanders (2)
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