Final Fantasy III
2006 erhielt Final Fantasy III ein komplettes Remake für den Nintendo DS, das nicht vom ursprünglichen Entwickler Square Enix, sondern vom externen Studio Matrix Software stammte, das sich genau auf Remakes älterer Final-Fantasy-Teile für die neue Handheld-Generation spezialisiert hatte. Dabei blieb es nicht bei einem grafischen Anstrich – das Spiel wurde von Grund auf in 3D mit einer neuen Engine, überarbeiteten Figuren- und Umgebungsmodellen sowie einem grundlegend veränderten Klassensystem aufgebaut, das jeder Berufsklasse einzigartige Fähigkeiten verlieh und es erlaubte, eine Klasse durch das Sammeln von Erfahrung direkt in dieser Klasse weiter zu verbessern – etwas, das es im 8-Bit-Original überhaupt nicht gab.
Das Remake fügte zudem Inhalte hinzu, die das Original von 1990 überhaupt nicht kannte: neue optionale Dungeons mit eigenen Bossen, ausgebaute und besser erklärte Persönlichkeiten für ein Quartett, das bis dahin kaum Namen oder Charakter hatte, ein überarbeitetes Schwierigkeitsgleichgewicht sowie zahlreiche Anpassungen, die die Orientierung in einer weitläufigen, auf zwei Kontinente verteilten Welt erleichtern. Hinzu kamen erweiterte Dialoge und Erzählpassagen, mit denen das Remake die Motivationen der einzelnen Figuren auf eine Weise ausmalte, für die der Platz auf einem Famicom-Modul im Jahr 1990 überhaupt nicht gereicht hätte, und die zugleich das Weltbild der einzelnen Völker vertiefen, die die Helden auf ihrer Reise besuchen. Es war zudem die allererste offizielle Veröffentlichung des Spiels außerhalb Japans – westliche Spieler bekamen den dritten Teil damit erstmals zu Gesicht, sechzehn Jahre nach dem japanischen Original und in einer Form, die sich von diesem sowohl visuell als auch im Umfang der ergänzten Inhalte sowie im gesamten Erzählansatz und im Tempo, in dem die Motivationen der Figuren enthüllt werden, unterscheidet. Genau die Kombination aus neuem Entwicklerstudio, überarbeiteten Inhalten und anderer Technik macht daraus eine eigenständige Version und nicht bloß dieselbe Übertragung auf andere Hardware.
Warum spielen: Ein idealer Einstiegspunkt für Spieler, die die Geschichte des dritten Teils erleben wollen, ohne zum Emulator greifen oder Japanisch können zu müssen, und die ein moderner ausbalanciertes Klassensystem sowie neue Inhalte zu schätzen wissen, die das Original von 1990 überhaupt nicht kannte.
Spiel 113 von 150 für Nintendo DS
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