Final Fantasy V
Final Fantasy V erschien im Dezember 1992 exklusiv für das japanische Super Famicom und wird in der Serie bis heute vor allem für sein ausgefeiltes Job-System geschätzt, das es Spielern erlaubte, erlernte Fähigkeiten zwischen den einzelnen Berufen zu kombinieren – ein Weißmagier konnte sich so den Angriffszauber eines Schwarzmagiers aneignen oder ein Kämpfer die Technik eines Samurai, was den Spielern enorme Freiheit beim Aufbau der Party gab. Die Geschichte begleitet vier Helden rund um die Kristalle der Elemente, die das Gleichgewicht der Welt gegen den dunklen Magier Exdeath verteidigen, und bewegt sich im Ton zwischen ernsteren Passagen und einer leichteren, stellenweise geradezu scherzhaften Erzählweise, wodurch es sich von den düstereren Nachbarteilen der Serie abhebt.
Diese ursprüngliche Super-Famicom-Version schaffte es offiziell nie in den Westen – Square entschied damals, das Spiel sei für den amerikanischen Markt zu komplex und experimentell, insbesondere wegen der Tiefe des Job-Systems, sodass europäischen und nordamerikanischen Spielern nur eine inoffizielle, über Emulatoren verbreitete Fanübersetzung zur Verfügung stand. Grafik und Sound schöpften das volle Potenzial der 16-Bit-Hardware des Super Famicom aus, einschließlich detaillierterer Kampfanimationen und Musik von Nobuo Uematsu, und das Spiel blieb inhaltlich unverändert genau so, wie Square es in Japan veröffentlichte, auf einem einzigen Modul ohne Aufteilung auf mehrere Disketten.
Eine offizielle Lokalisierung kam erst viele Jahre später durch Portierungen auf andere Plattformen, sodass gerade diese japanische Super-Famicom-Version historisch die erste und ursprüngliche Veröffentlichung des Spiels ist, von der sich sämtliche späteren Inhalte und das Job-System ableiten, das die Serie auch in weiteren Teilen nutzte, einschließlich des späteren Final Fantasy Tactics. Für Sammler und Fans klassischer JRPGs stellt diese Edition die reinste Form des Spiels zum Zeitpunkt seiner Entstehung dar, ohne die späteren Anpassungen der Oberfläche, der Kampfbalance oder der Übersetzung, die erst durch nachfolgende Computer- und Konsolen-Ports kamen. Bis heute wird sie unter Fans der Serie als einer der Höhepunkte der 16-Bit-Ära von Final Fantasy bezeichnet, auch wenn sie im Westen lange eher eine nur vom Hörensagen bekannte Legende blieb.
Warum spielen: Für Sammler und Fans klassischer JRPGs ist dies die reinste zeitgenössische Form von Final Fantasy V in der originalen japanischen Version, ohne die späteren Anpassungen von Oberfläche und Kämpfen, die erst neuere Ports mit sich brachten.
Spiel 128 von 154 für Super Nintendo
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