Donkey Kong
Donkey Kong erschien 1982 für den Atari 2600 in Produktion von Coleco unter Lizenz von Nintendo und brachte die Geschichte des Zimmermanns Jumpman, der seine von einem riesigen Gorilla entführte Freundin retten will, auf die Heimkonsole. Der Spieler springt beim Aufstieg über ein System schräger Plattformen über Fässer, Flammen und andere Hindernisse und kann gelegentlich einen Hammer greifen, um Gegner vorübergehend zu zerstören, bis dessen Wirkung zusammen mit dem Zahnradsymbol der Uhr nachlässt und der Spieler sich wieder allein auf Sprünge verlassen muss.
Der Port wurde vor allem wegen der technischen Beschränkungen des Atari 2600 berühmt, die die Entwickler zwangen, einen der ursprünglichen Arcade-Bildschirme wegzulassen und Figuren sowie Umgebungen gegenüber Nintendos Original deutlich zu vereinfachen, einschließlich einer reduzierten Farbpalette und weniger Animationen. Dennoch gelang es dem Spiel, das grundlegende Prinzip des Überspringens von Hindernissen und des Aufstiegs zu einem Ziel einzufangen, das das gesamte Plattform-Genre der frühen Achtzigerjahre prägte, und es blieb auch für Spieler wiedererkennbar, die nur das Arcade-Original von den Automaten in den Spielhallen kannten. Die Steuerung blieb bewusst einfach - ein einziger Joystick und ein Sprungknopf reichen aus, um jeden Bildschirm zu meistern, sodass auch jüngeres oder unerfahreneres Publikum schnell zurechtkam.
Trotz spürbarer Kompromisse zählte Donkey Kong zu den meistverkauften Titeln für den Atari 2600 und war für viele Spieler die erste Begegnung mit einer Figur, die später zu einer der bekanntesten der Videospielgeschichte werden sollte. Heute wird die Atari-2600-Version oft als Beispiel für die Grenzen einer frühen Heimkonsole im Vergleich zu Arcade-Automaten betrachtet, bleibt aber gleichzeitig ein historisch bedeutsames Zeugnis der frühen plattformübergreifenden Spielelizenzierung und des Wettstreits konkurrierender Konsolenhersteller um die Rechte an populären Arcade-Marken, zu einer Zeit, als der Heimkonsolenmarkt gerade erst Fahrt aufnahm - und Coleco nutzte die Lizenz auch, um den Boden für die eigene Konsole ColecoVision zu bereiten, auf der eine deutlich originalgetreuere Version desselben Spiels erschien.
Warum spielen: Als historisches Zeugnis der frühen plattformübergreifenden Lizenzschlacht um Donkey Kong ist es für Sammler eine Betrachtung wert, wer ein originalgetreues Erlebnis sucht, wird jedoch eher auf die ColecoVision-Version verwiesen.
Spiel 37 von 69 für Atari 2600
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Nintendos Arcade-Original von 1981 bot vier Bahnen – Leitern, rollende Fässer, Aufzugplattformen und die Nietenetage – und wurde zum Maßstab, an dem sich jede Heimumsetzung messen lassen musste. Die ColecoVision-Fassung von 1982 war für ihre Zeit optisch wie spielerisch bemerkenswert nah am Original und der Hauptgrund, warum viele Leute sich die Konsole zulegten, musste aber wegen der begrenzten Modulkapazität eine der vier Arcade-Bahnen streichen. Das Pack-in-Modul, mit dem das Atari 7800 direkt verkauft wurde, bot eine eigene solide, dem Original nahe Umsetzung, erreichte aber ebenfalls nicht dessen Flüssigkeit und Detailgrad. Wer die vollständige Fassung mit allen Bahnen erleben will, sollte zur Arcade-Emulation greifen.
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