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Castlevania
Castlevania debütierte 1986 auf dem Famicom Disk System (im Westen vor allem durch die spätere NES-Fassung bekannt) und baute von Anfang an auf eine gotische Atmosphäre nach dem Vorbild klassischer Horrorfilme: Als Vampirjäger aus dem Geschlecht der Belmonts durchquert man lineare Abschnitte von Draculas Schloss und kämpft mit der Peitsche gegen Skelette, Fledermäuse und andere Monster. Konami brachte die Serie bereits 1987 mit Haunted Castle in die Spielhallen, und die Fortsetzungen Castlevania II: Simon's Quest und Castlevania III: Dracula's Curse für NES entwickelten das Prinzip eines straff geführten Action-Jump'n'Run mit Fokus auf Rhythmus und Abstandsgefühl weiter. Die Serie fand außerdem über Titel wie Castlevania: The Adventure für Game Boy und das europäische Vampire Killer für MSX2 den Weg auf Handhelds und Heimcomputer.
Eine wichtige Zwischenstufe war Castlevania: Rondo of Blood (1993) für PC Engine - in Japan hoch angesehen, brauchte aber Jahre, um den Westen zu erreichen, wo Spieler es vor allem über die vereinfachte Fassung Castlevania: Dracula X für Super Nintendo kannten. Den entscheidenden Bruch brachte Castlevania: Symphony of the Night (1997) für PlayStation, eine direkte Fortsetzung von Rondo of Blood: Es ersetzte den linearen Fortschritt durch Level durch ein einziges zusammenhängendes Schloss zum freien Erkunden als Alucard, Draculas Sohn, angereichert um Rollenspielelemente wie Erfahrungsstufen, das Sammeln von Gegenständen und mehrere Enden. Viele sehen in diesem Wandel den Höhepunkt der gesamten Reihe, und gemeinsam mit den Metroid-Spielen begründete er ein Genre, das heute als Metroidvania bekannt ist.
Das Konzept von Symphony of the Night wurde danach über Jahre vor allem auf Handhelds unter Produzent Koji Igarashi weiterentwickelt: Circle of the Moon, Harmony of Dissonance und Aria of Sorrow für den Game Boy Advance brachten jeweils eigene Varianten des Fähigkeitensystems, darunter das Sammeln gegnerischer Seelen in Aria of Sorrow, und ihre Nachfolger Dawn of Sorrow, Portrait of Ruin und Order of Ecclesia für Nintendo DS zählen zu den bestbewerteten Teilen der gesamten Marke. Diese Ära hielt die Serie lebendig, während parallele 3D-Versuche auf Heimkonsolen wie Castlevania 64 oder Lament of Innocence nur verhalten aufgenommen wurden, und brachte zudem einen Blick zurück: Das PSP-Remake Castlevania: The Dracula X Chronicles (2007) machte das lange kaum erhältliche Rondo of Blood wieder zugänglich, zusammen mit einer neuen Fassung von Symphony of the Night.
Im Bemühen, endlich auch in 3D zu überzeugen, griff Konami gegen Ende des Jahrzehnts zu einem Reboot: Castlevania: Lords of Shadow (2010) vom spanischen Studio MercurySteam bot eine eigene, düster-märchenhafte Auslegung der Mythologie mit Schauspieler Robert Carlyle in der Hauptrolle und wurde durch Mirror of Fate sowie Lords of Shadow 2 fortgesetzt. Etwa zur gleichen Zeit entstand mit Harmony of Despair (2010) ein kooperatives Experiment, das auf einer aus früheren Schauplätzen zusammengesetzten Arena aufbaute. Nach 2014 kam das Erscheinen neuer Spiele jedoch praktisch zum Erliegen, und die Marke verstummte für mehrere Jahre, bis sie 2017 durch die animierte Netflix-Serie Castlevania auch einem Publikum bekannt wurde, das die ursprünglichen Spiele nie gespielt hatte.
Trotz dieser Schwankungen bleibt Castlevania eine der einflussreichsten horror-orientierten Spielereihen: Sie prägte die gotische Ästhetik in Action-Spielen, gab dem gesamten Metroidvania-Genre seinen Namen und inspirierte unzählige unabhängige Entwickler, die bis heute zu ihrer Vision der Schlosserkundung zurückkehren.
Teile der Reihe (28)
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Castlevania · 1986
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Castlevania: The Adventure · 1989
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Super Castlevania IV · 1991
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Castlevania: Bloodlines · 1994
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Castlevania: Dracula X · 1995
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Castlevania Chronicles · 2001
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Castlevania: Aria of Sorrow · 2003
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Castlevania: Dawn of Sorrow · 2005
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Castlevania Judgment · 2008
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Castlevania: Lords of Shadow · 2010
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