Call of Duty: Finest Hour
Call of Duty: Finest Hour war der erste Serienteil, der ausschließlich für Konsolen entwickelt wurde – während das ursprüngliche Call of Duty von 2003 nur für den PC erschien, vertraute Activision den Konsolenableger dem amerikanischen Studio Spark Unlimited an, das ein vollständig eigenständiges Spiel mit eigener Kampagne, eigenen Missionen und einer eigenen, an die Controller und die Leistung der damaligen Konsolen angepassten Engine baute. Der Spieler schlüpft nacheinander in die Rolle eines sowjetischen Scharfschützen, der Stalingrad Haus für Haus verteidigt, eines britischen Panzerfahrers, der in der nordafrikanischen Wüste kämpft, und eines amerikanischen Fallschirmjägers, der über der Normandie abspringt und die anschließenden Kämpfe in Frankreich durchlebt – das Spiel wechselt damit, anders als spätere Serienteile, innerhalb einer einzigen Kampagne gleich zwischen drei verschiedenen Fronten, drei unterschiedlichen Kampfstilen und drei verschiedenen Waffensets, was 2004 auf Konsolen eine recht ungewöhnliche Lösung war, wie sie damals kein anderer Kriegsshooter bot.
Die Xbox-Version erschien gleichzeitig mit den Fassungen für PlayStation 2 und GameCube und bot dank der leistungsfähigeren Konsole von allen drei Versionen das schärfste Bild, den flüssigsten Ablauf, die größte Sichtweite und die detailreichsten Umgebungstexturen sowie Charaktermodelle. Inhaltlich unterschied sie sich jedoch weder von der PS2- noch von der GameCube-Version - Kampagne, Missionen, Waffen und Schwierigkeitsgrad waren auf allen Plattformen identisch, der Unterschied war rein technischer Natur und zeigte sich vor allem in detailreicheren Texturen, stabileren Bildraten, etwas besserer Beleuchtung der Schlachtfelder und dichterem Rauch und Feuer in den Actionszenen, mit denen die damalige Xbox besser zurechtkam als die Konkurrenzkonsolen.
Zu seiner Zeit war es ein kommerziell erfolgreicher und von der Kritik gut aufgenommener Titel, der vor allem für seine filmische Regie und die Vielfalt der drei Fronten gelobt wurde, wenngleich im Vergleich zu den damaligen PC-Teilen der Serie mit einer weniger ausgewogenen KI der Verbündeten. Finest Hour zeigte, dass ein Konsolen-Call-of-Duty unabhängig von den PC-Versionen der Serie eine eigene Daseinsberechtigung hatte, und bereitete den Boden dafür, dass ein Jahr später mit Call of Duty 2: Big Red One ein weiterer Konsolenteil entstand, diesmal aus der Werkstatt des Studios Treyarch, das dem Konsolenzweig der Serie noch mehrere weitere Jahre treu blieb.
Warum spielen: Für seine filmische Regie und die Vielfalt der drei Fronten erntete Finest Hour zu seiner Zeit kommerziellen Erfolg und eine ordentliche kritische Aufnahme, wenn auch mit einer weniger ausgewogenen KI der Verbündeten als bei den PC-Teilen.
Spiel 167 von 176 für Microsoft Xbox
Derselbe Titel woanders (2)
Aus derselben Reihe Call of Duty →
Call of Duty PC · 2003
Call of Duty: United Offensive PC · 2004
Call of Duty 2: Big Red One PS2 · GCN · Xbox · 2005
Call of Duty: Big Red One PS2 · 2005
Call of Duty 2 X360 · PC · 2005
Call of Duty 3 PS2 · Wii · Xbox · X360 · PS3 · 2006
Call of Duty: Roads to Victory PSP · 2007
Call of Duty 4: Modern Warfare X360 · PS3 · PC · 2007
Call of Duty: World at War DS · Wii · X360 · PS3 · PC · 2008
Call of Duty: World at War - Final Fronts PS2 · 2008
Call of Duty: Modern Warfare - Mobilized DS · 2009
Call of Duty: Modern Warfare 2 DS · X360 · PS3 · PC · 2009