Prince of Persia: Warrior Within – boxart
PS2Sony PlayStation 2

Prince of Persia: Warrior Within

Action-Adventure 2004 Ubisoft Montreal Prince of Persia ⏱ Lang · ~10–30 Std. 🔞 18+
Prince of Persia: Warrior Within – Aus dem Spiel
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+7
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Eine mutige, dunklere Wendung nach Sands of Time; gotische Aesthetik, inspiriert von Metal-Musik.

Nach dem unerwarteten Erfolg von Sands of Time entschied sich Ubisoft Montreal für eine mutige Kehrtwende und lieferte mit Prince of Persia: Warrior Within eine düsterere, brutalere Fortsetzung, in der der Prinz vor der Dahaka selbst flieht, der Personifikation des Schicksals, die gekommen ist, um ihn dafür zu holen, dass er den Lauf der Zeit gestört hat. Das Spiel verließ den märchenhaften Ton des Vorgängers und ersetzte ihn durch eine gotische, industrielle Ästhetik, die durch eine offizielle Soundtrack-Zusammenarbeit mit der Band Godsmack unterstrichen wurde. Die Verfolgungsjagden mit der Dahaka, gegen die es keine Verteidigung gibt und nur die Flucht bleibt, gehören zu den spannendsten Passagen der gesamten Trilogie.

Akrobatisches Parkour blieb der Kern des Gameplays – der Prinz läuft Wände entlang, schwingt sich an Stangen und manipuliert die Zeit –, doch das Kampfsystem wurde deutlich in Richtung härterer, blutigerer Kämpfe überarbeitet, mit der Möglichkeit, Gegner den Gnadenstoß zu geben, zwei Waffen gleichzeitig zu benutzen und gefundene Schwerter und Äxte zu sammeln, die sich im Kampf abnutzen und zerbrechen. Das Spiel führte zudem erstmals eine Mechanik ein, bei der zwischen zwei Zeitepochen derselben Festung gereist werden kann, was clevere Rätsel ermöglichte, die auf dem Vergleich von Vergangenheit und Gegenwart beruhen; ein und derselbe Raum sieht so einmal wie ein gepflegter Palast und ein anderes Mal wie eine Ruine aus.

Umstritten war die freizügigere Darstellung von Shahdee sowie der insgesamt reifere Ton, der die Fans der ursprünglichen Trilogie spaltete. Die weitläufige Festung bildet zudem ein zusammenhängendes Labyrinth, in dem man sich leicht verirren kann, was manche Spieler als willkommene Freiheit begrüßten und andere als Rückschritt gegenüber dem straffen Design des ersten Teils empfanden. Dennoch wurde Warrior Within kommerziell erfolgreich, und sein härterer Ansatz beeinflusste die Ausrichtung der gesamten Serie hin zu einem actionreicheren Stil, der im folgenden Teil, Two Thrones, gipfelte. Trotz zwiespältiger Bewertung durch Fans der ursprünglichen märchenhaften Trilogie zählt es zu den meistverkauften Teilen der Serie, und sein Ton löst bis heute Diskussionen darüber aus, in welche Richtung sich die Marke Prince of Persia weiterentwickeln sollte.

Spiel 70 von 269 für Sony PlayStation 2

Derselbe Titel woanders (1)

Warrior Within erschien 2004 gleichzeitig für PlayStation 2 und Xbox, und beide Fassungen bieten dieselbe Geschichte, dieselben Schauplätze und dasselbe Kampfsystem rund um fließende, akrobatische Bewegung. Die Xbox besaß damals leistungsfähigere Hardware als die PS2, weshalb Umsetzungen von Drittanbietern auf ihr meist ein etwas schärferes Bild und eine stabilere Bildrate boten, ein Unterschied, der auch bei diesem Titel typisch ist. Die PS2-Fassung wurde dennoch dank der weit größeren installierten Basis der Konsole zur verbreiteteren Version, und an sie erinnern sich die meisten Spieler. Wer das Spiel heute entdeckt, bemerkt eher die Wahl des Controllers als einen echten Unterschied zwischen den Plattformen.

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