Prince of Persia – boxart
C64Commodore 64

Prince of Persia

Cinematic platformer Prince of Persia ⏱ Lang · ~10–30 Std.

Flüssige, für ihre Zeit revolutionäre Animation und ein spannendes Wettrennen gegen die Uhr auf einer 8-Bit-Maschine.

Eine schlanke Gestalt beginnt zu laufen, springt über einen Abgrund und ergreift im letzten Moment den Rand eines Simses – Prince of Persia auf dem Commodore 64 bringt eines der flüssigsten und realistischsten Bewegungsmodelle seiner Zeit auf einen Achtbit-Computer. Das Spiel, das die Vorstellung davon veränderte, wie Animation in einem Videospiel aussehen kann, versucht auch in dieser Version, die Spannung eines Wettlaufs mit der unerbittlich verrinnenden Zeit zu bewahren.

Kern des Erlebnisses ist der sogenannte Cinematic Platformer: Der Held wird nicht arcade-typisch flott gesteuert, sondern mit realistischer Trägheit, sodass jeder Sprung und jedes Duell Überlegung erfordert. Man kämpft sich durch ein Labyrinth aus Palastkellern voller Fallen – einstürzender Böden, Stacheln und Fallgruben – und ficht Schwertduelle mit Wachen aus. Über allem hängt ein erdrückendes Zeitlimit von einer Stunde, innerhalb derer man die Prinzessin aus der Gewalt des bösen Wesirs Jaffar retten muss.

Das Original schuf Jordan Mechner, und das Spiel erschien zuerst 1989 auf dem Apple II. Mechner wurde berühmt für den Einsatz der Rotoskopie-Technik, bei der die Animationen der Figur anhand gefilmter Bewegungen eines echten Menschen entstanden, was dem Spiel eine bis dahin ungekannte Glaubwürdigkeit verlieh. Die Konvertierungen auf eine Reihe von Plattformen einschließlich des Commodore 64 übertrugen dieses ehrgeizige Design dann auf schwächere Hardware, wo flüssige Animation eine außergewöhnliche Herausforderung darstellte.

Die kulturelle Bedeutung von Prince of Persia ist grundlegend. Das Spiel wurde zum Vorbild für ein ganzes Genre, beeinflusste spätere Action-Adventures, und seine Marke überlebte bis in die moderne Ära, als das Studio Ubisoft sie in einer Reihe von 3D-Spielen zu neuem Leben erweckte. Mechners Arbeit mit Animation und Erzählung wies die Richtung, die das Spieldesign in den folgenden Jahrzehnten einschlug.

Auf dem Commodore 64 wird Prince of Persia als technisch kühne Leistung geschätzt und als Beweis, dass auch ein Achtbit-Rechner ein Spiel tragen konnte, das auf detaillierter Animation und Atmosphäre aufbaute. Für die, die sich erinnern, ist es eine Rückkehr zu einem Titel, der den Atem raubte; für Neulinge ein Blick auf die Wurzeln des modernen Platformings.

Warum spielen: Für die bahnbrechende realistische Animation und einen spannenden Wettlauf gegen die Zeit, der die Grundlagen des gesamten Cinematic-Platformer-Genres legte.

Spiel 45 von 121 für Commodore 64

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