Ultima Underworld II: Labyrinth of Worlds – boxart
DOSPC / DOS (XT až 486)

Ultima Underworld II: Labyrinth of Worlds

Dungeon RPG 1993 Looking Glass Technologies Ultima ⏱ Lang · ~10–30 Std.

Es erweiterte das Konzept des ersten Teils auf mehrere Welten, verbunden durch Portale in einem Kristall.

Ultima Underworld II: Labyrinth of Worlds knüpfte 1993 an den bahnbrechenden ersten Teil an und erweiterte dessen Konzept von einer einzigen Unterwelt auf eine ganze Reihe unterschiedlicher Welten. Der Held ist zusammen mit weiteren Gästen im Schloss von Lord British gefangen, das ein riesiger Kristall aus schwarzem Gestein umschlossen hat. Der einzige Weg hinaus führt durch Portale, die genau in diesem Kristall verborgen sind, und jedes davon mündet in ein anderes Gebiet mit eigenen Regeln, Bewohnern und Atmosphäre — von einem überfluteten Gefängnis über eine eisige Ödnis bis zu Umgebungen, in denen sich der Spieler mit einer sehr feindseligen Umwelt und Gesellschaft auseinandersetzen muss. Das Schloss dient als feste Basis, zu der man zurückkehrt, mit Mitgefangenen spricht und die Geschichte vorantreibt.

Spielerisch handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Bewährten. Erneut blickt man nach oben und unten, schwimmt, klettert, stellt Zauber aus Runen zusammen, kocht, repariert Ausrüstung und spricht vor allem viel, denn zahlreiche Hindernisse haben diplomatische oder logische Lösungen. Die Engine erhielt kleinere Verbesserungen in Form reichhaltigerer Darstellung und der Fähigkeit, vielfältigere Umgebungen zu zeigen, was sich als nützlich erwies, da die visuelle Verschiedenheit der einzelnen Welten der Hauptreiz ist. Der Umfang ist merklich größer als beim ersten Teil, und das Spiel ist zudem gnadenloser darin, wie leicht man sich verirren oder einen wichtigen Gegenstand verpassen kann.

Die zeitgenössischen Kritiken waren wohlwollend, wenngleich bemängelt wurde, dass der überstürzte Wechsel zwischen den Welten den Zusammenhalt störe, den die durchgehende Unterwelt des ersten Teils besaß. Kommerziell war es ein solider, kein bahnbrechender Erfolg, und die Serie erhielt keine weitere Fortsetzung. Dennoch bleibt es eines der ambitioniertesten Rollenspiele seiner Zeit, und für jeden, dem der erste Teil gefallen hat, ist es der logische nächste Schritt. Heute spielt es sich ähnlich: Steuerung und Inventarverwaltung erfordern Geduld, doch das Erkunden der Welten hat noch immer starken Reiz, und die Karten zählen zum Durchdachtesten, was im Genre entstanden ist. Wer sich eigene Notizen macht und keine Scheu hat, mit Zaubern und Gesprächen zu experimentieren, findet hier überraschend viel Freiheit darin, wie man einzelne Hindernisse löst. Genau dieses Vertrauen in den Spieler ist die Eigenschaft, wegen der man nach Jahren zu beiden Teilen zurückkehrt.

Spiel 21 von 204 für PC / DOS (XT až 486)

Aus derselben Reihe Ultima →