Bubble Bobble
Zwei kleine Drachen, endlose Blasen und hundert Runden voller Gegner zum Einfangen. Bubble Bobble auf dem NES bringt einen der beliebtesten Arcade-Klassiker von Taito auf Nintendos Heimkonsole, und mit ihm all den Charme und die überraschende Tiefe, die das Spiel unsterblich machten.
Man steuert das Dinosaurierchen Bub, das Blasen ausspucken kann. Fängt man einen Gegner in einer Blase und lässt sie zerplatzen, vernichtet man ihn und sammelt Obst oder Schätze. Das ganze Spiel spielt sich auf einem einzigen Bildschirm ab, und jede der vielen Dutzend Runden ist eigentlich ein kleines Rätsel in Bewegung. Es kommt auf das Timing der Sprünge an, darauf, wann man die Blase auslässt, und auf die geschickte Nutzung des Raums. Auf dem NES funktioniert zudem der Zwei-Spieler-Koop hervorragend und ist das Herzstück des ganzen Erlebnisses.
Taito schuf Bubble Bobble Mitte der Achtzigerjahre und traf eine makellose Formel. Der Zauber liegt im Kontrast zwischen der reizenden Grafik und dem harten Schwierigkeitsgrad der späteren Runden. Das Spiel wurde für seine Geheimnisse berühmt und besonders für das echte Ende, das man nur freischaltet, wenn man alle hundert Runden im Zwei-Spieler-Koop durchspielt. Das machte Bubble Bobble zu einem der ersten Spiele, die das gemeinsame Spielen an einem Bildschirm wirklich feierten.
Der Erfolg des Spiels ließ eine ganze Familie von Titeln entstehen, darunter Rainbow Islands und Parasol Stars, und die kleinen Drachen Bub und Bob wurden zu ikonischen Taito-Maskottchen. Bubble Bobble beeinflusste unzählige spätere Arcade-Platformer und wird bis heute in modernen Sammlungen und Kompilationen neu veröffentlicht.
Die NES-Version zählt zu den begehrten, weil sie den ursprünglichen Geist des Spiels gut einfängt und der Koop auf ihr ausgezeichnet funktioniert. Es ist die pure Freude am Spiel — süchtig machend und zugänglich, doch mit genug verborgenem Inhalt für alle, die tiefer eindringen wollen.
Warum spielen: Süchtig machend, sofort verständlich und zu zweit noch besser. Bubble Bobble auf dem NES ist eines der besten Koop-Arcade-Spiele seiner Zeit.
Spiel 46 von 120 für Nintendo NES
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Das Arcade-Original von Taito prägte den Charme des Spiels, doch mehrere 8-Bit-Heimversionen erwarben sich einen eigenen Ruf. Die Commodore-64-Version ist vor allem für ihre Musik bekannt — die SID-Melodie zählt bis heute zu den meistgelobten Soundtracks der 8-Bit-Ära. Die NES-Umsetzung enthält alle hundert Original-Level sowie Bonusmodi und alternative Enden und gilt oft als vollständigste Heimversion. ZX Spectrum und Amstrad CPC mussten Farben und die Flüssigkeit der Blasenbewegung einschränken, der Bildschirm wirkt schlichter als bei der Konkurrenz. Amiga und Atari ST boten originalgetreue Arcade-Grafik, gelten aber angesichts ihrer Leistung oft als weniger ambitioniert. Der Game Boy reduzierte alles auf einen kleinen Schwarzweiß-Bildschirm, blieb aber süchtig machend.