Bubble Bobble
Zwei niedliche kleine Drachen, die Blasen spucken und Feinde darin einsperren - kaum eine Arcade atmet so ansteckenden Optimismus wie Bubble Bobble. Diese Legende, ursprünglich aus einem Taito-Automaten, kam auch auf den ZX Spectrum und brachte eine der einprägsamsten Melodien der Acht-Bit-Ära mit.
Das Prinzip ist genial schlicht und sofort verständlich. Als Drache Bub (und im Koop als Bob) klettern Sie durch Ein-Bildschirm-Levels, pusten Blasen auf die kleinen Monster und rammen sie dann, um sie in Früchte und andere Leckereien zum Einsammeln zu verwandeln. Den Bildschirm zu leeren bedeutet weiterzukommen - und eine lange Reihe solcher Bildschirme wartet, von denen jeder eine neue Anordnung von Plattformen und einen neuen Gegnertyp hinzufügt.
Das Herzstück des Erlebnisses ist der Zwei-Spieler-Koop. Bubble Bobble spielt sich allein nicht am besten; erst zu zweit kommt das echte Zusammenspiel in Gang, bei dem einer den anderen deckt, beide um die Boni wetteifern und gemeinsam immer tiefer vordringen. Das Spiel ist gespickt mit geheimen Gegenständen, versteckten Mechaniken und Überraschungen, die neugierige Spieler belohnen und zum wiederholten Entdecken einladen.
Die Spectrum-Umsetzung musste mit den Grenzen der Plattform rechnen - bei Farben und Ton - doch der Geist der Vorlage blieb: das Hüpfen, das Blasenpusten und dieses unwiderstehlich fröhliche Gefühl, das Sie zu „noch einem Bildschirm“ zieht. Gerade diese unmittelbare Freude am Spiel machte Bubble Bobble zu einem der beliebtesten Titel seiner Zeit auf allen Plattformen.
Aus dem ursprünglichen Spiel wuchs eine ganze verzweigte Familie, einschließlich der Rainbow-Islands-Reihe und unzähliger Nachfolger und Remakes, weshalb Bub und Bob zu den unsterblichen Ikonen der Spielgeschichte zählen. Auf dem Spectrum bleibt Bubble Bobble eine Erinnerung daran, wie reiner, unprätentiöser Spaß schmecken kann.
Warum spielen: Für sofort fesselnden Zwei-Spieler-Koop-Spaß und jene unzerstörbar fröhliche Stimmung, die die blasenpustenden Drachen bis heute verbreiten.
Spiel 15 von 100 für ZX Spectrum
Derselbe Titel woanders (8)
Das Arcade-Original von Taito prägte den Charme des Spiels, doch mehrere 8-Bit-Heimversionen erwarben sich einen eigenen Ruf. Die Commodore-64-Version ist vor allem für ihre Musik bekannt — die SID-Melodie zählt bis heute zu den meistgelobten Soundtracks der 8-Bit-Ära. Die NES-Umsetzung enthält alle hundert Original-Level sowie Bonusmodi und alternative Enden und gilt oft als vollständigste Heimversion. ZX Spectrum und Amstrad CPC mussten Farben und die Flüssigkeit der Blasenbewegung einschränken, der Bildschirm wirkt schlichter als bei der Konkurrenz. Amiga und Atari ST boten originalgetreue Arcade-Grafik, gelten aber angesichts ihrer Leistung oft als weniger ambitioniert. Der Game Boy reduzierte alles auf einen kleinen Schwarzweiß-Bildschirm, blieb aber süchtig machend.