The Secret of Monkey Island
The Secret of Monkey Island ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure von Lucasfilm Games, dessen Atari-ST-Portierung den Plattform-Fans das humorvolle Piratenabenteuer von Guybrush Threepwood brachte, der ein echter Pirat werden will und dabei dem geheimnisvollen Geist Captain LeChuck gegenübersteht und sich in Gouverneurin Elaine Marley verliebt. Das Spiel wurde berühmt für seine legendären verbalen Beleidigungsduelle, bei denen der Spieler statt mit Schwertern mit witzigen Sprüchen kämpft, die die richtige Erwiderung erfordern, sowie allgemein für seinen Fokus auf klugen Humor und logische, aber nie tödliche Rätsel - dank des SCUMM-Systems war es unmöglich, die Figur zu töten oder das Spiel in einen unlösbaren Zustand zu bringen, was damals eine bedeutende Design-Weiterentwicklung darstellte.
Auf dem Atari ST lief das Spiel in einer reduzierteren Fassung im Vergleich zu leistungsfähigeren Plattformen, mit einer eingeschränkteren Farbpalette und Musik, behielt aber dennoch die markante Grafik karibischer Inseln, Häfen und Segelschiffe sowie den eigenwilligen Stil der kurzweiligen, witzig geschriebenen Textdialoge voller Wortspiele und Anspielungen auf Piratenklischees. Die Steuerung war an die Maus in Kombination mit den für damalige LucasArts-Adventures typischen Befehlsverben angepasst, wodurch der Spieler nie die richtige Textformulierung eines Befehls erraten musste. Die Geschichte gliederte das Spiel zudem in mehrere Kapitel mit unterschiedlichen Schauplätzen, von der Stadt Mêlée Island über eine Piratenfestung bis hin zur geheimnisvollen Insel Monkey Island, was dem Spiel ein abenteuerliches Tempo und abwechslungsreiche Schauplätze verlieh.
Secret of Monkey Island gilt heute allgemein als eines der einflussreichsten Adventures der Geschichte, das über viele Jahre den Genrestandard eines freundlichen, nicht frustrierenden Designs ohne Sterben und Sackgassen definierte. Obwohl die ST-Version der Amiga- oder PC-Fassung technisch unterlegen war, ermöglichte sie Spielern auf dem Atari ST, einen der Schlüsseltitel des goldenen Zeitalters der Point-and-Click-Adventures zu erleben, und wird bis heute von Genrefans und Sammlern als Beleg für die Spitzenleistung von LucasArts gesucht.
Warum spielen: Für eines der einflussreichsten Adventures der Geschichte, das einen freundlichen, nicht frustrierenden Genrestandard ohne Sterben und Sackgassen definierte - es lohnt sich, es auch in der schwächeren ST-Version zu erleben.
Spiel 40 von 72 für Atari ST
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Auf dem Amiga glänzte das Spiel dank einer satten Farbpalette und vierkanaliger Tracker-Musik, was ihm eine Atmosphäre verlieh, die viele Fans bis heute für die ausgewogenste aller Versionen halten. Die PC/DOS-Fassung hing stark von der Hardware des Spielers ab: ursprünglich einfache 16-Farben-EGA-Grafik mit Sound über den PC-Lautsprecher oder eine AdLib-Karte, später brachte eine VGA-Fassung reichere Farben, die sich dem Amiga annäherten. Die SEGA-Mega-CD-Version nutzte das CD-Medium für einen vollen orchestralen Soundtrack in CD-Qualität, den viele Spieler für die beste Musikumsetzung aller Versionen halten — die Maussteuerung musste jedoch einem Gamepad weichen, was das Adventure spürbar unpräziser und langsamer macht.