Prince of Persia
Das Prince of Persia von 2008 bedeutete einen Neustart der Reihe - Ubisoft Montreal verabschiedete sich vom düsteren Ton und der linearen Struktur der vorherigen Sands-of-Time-Trilogie und bot eine offenere Welt, eine markant stilisierte Cel-Shading-Grafik, die an ein gemaltes Bild erinnert, sowie einen unsterblichen Haupthelden, begleitet von seiner Gefährtin Elika, dank derer das Spiel klassische Game-Over-Bildschirme fast vollständig wegließ - stürzte der Prinz in einen Abgrund, wurde er einfach gerettet und das Spiel ging weiter. Das Spiel erschien im Dezember 2008 gleichzeitig für Xbox 360 und PlayStation 3.
Beide Konsolenversionen erschienen am selben Tag und waren sich inhaltlich wie grafisch sehr ähnlich - dieselbe offene Welt, unterteilt in mehrere thematische Bereiche, dasselbe akrobatische Bewegungssystem für flüssiges Wandlaufen und Seilklettern sowie Kampfmechaniken, die auf dem Timing von Ausweichmanövern und Gegenangriffen basierten. Die Unterschiede zwischen der Xbox-360- und der PS3-Fassung waren minimal und beschränkten sich auf kleine technische Details durch die unterschiedliche Hardware sowie die Verwendung von Trophäen statt Achievements.
Die herunterladbare Erweiterung Epilogue, die die Geschichte später zu Ende erzählte und neue Bereiche zum Erkunden bot, erschien ebenfalls gleichzeitig auf beiden Konsolen, sodass PlayStation-3-Spieler gegenüber Xbox-360-Besitzern weder Inhalte noch eine verspätete Verfügbarkeit hinnehmen mussten.
Die gleichzeitige Veröffentlichung auf beiden Konsolen war für Ubisoft zu dieser Zeit gängige Praxis bei großen Eigenmarken und spiegelte einen Ansatz wider, bei dem sich der Publisher bei seinen Vorzeigetiteln keine der beiden Hauptplattformen mit einer späteren oder abgespeckten Veröffentlichung verärgern wollte.
Die Cel-Shading-Grafik altert zudem auf beiden Konsolen sehr gut - im Gegensatz zu den fotorealistisch gehaltenen Spielen jener Generation wirkte der stilisierte, gemalte Look nicht so schnell veraltet, was bis heute gleichermaßen für die PS3- und die Xbox-360-Version gilt. Keine der beiden Plattformen bot dabei exklusive Inhalte, die die andere benachteiligt hätten, sodass die Wahl zwischen PS3 und Xbox 360 rein eine Frage der persönlichen Vorliebe bei Controller und Spielebibliothek blieb.
Warum spielen: Dank der stilisierten Cel-Shading-Grafik, die viel besser altert als der zeittypische Fotorealismus, ist es auf PS3 wie auf Xbox 360 gleichermaßen ein angenehm zeitloses Erlebnis.
Spiel 178 von 293 für Sony PlayStation 3
Derselbe Titel woanders (2)
Amiga und Atari ST boten die flüssigste Animation, da beide Versionen am nächsten am Apple-II-Code von Jordan Mechner blieben und den berühmten rotoskopierten Bewegungen treu blieben. Das Super Nintendo erhielt überarbeitete 16-Bit-Grafik sowie Szenen, die im Original fehlten, und zählt oft zu den besten Versionen überhaupt. Die NES-Version entstand als eigenständige Neuprogrammierung und weicht optisch wie konzeptionell deutlich vom Original ab. Auf Commodore 64 und Amstrad CPC mussten Entwickler wegen schwächerer Prozessoren Animationsphasen streichen, der Prinz bewegt sich ruckartiger als auf 16-Bit-Systemen. Der Game Boy bot nur Schwarzweiß und geringere Auflösung. Das SEGA Master System lieferte eine farbige, gut spielbare Umsetzung mit eigenem Grafikstil.
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