Call of Duty: Black Ops Declassified
Call of Duty: Black Ops Declassified war der Versuch von Publisher Activision, die Marke Call of Duty direkt auf einen Handheld zu bringen – das Spiel erschien im November 2012 zeitgleich mit Black Ops II und sollte zeigen, dass sich vollwertige Action der Serie auch unterwegs erleben lässt. Statt der etablierten Studios Treyarch oder Infinity Ward übernahm Nihilistic Software die Entwicklung, das sich mit den Einschränkungen der damaligen PlayStation Vita und dem Fehlen der zweiten analogen Steuerungsrichtung auseinandersetzen musste, an die Spieler der Konsolenteile gewöhnt waren.
Das Ergebnis war eine Version, die sich von den großen Konsolen-Black-Ops-Teilen praktisch in allem unterschied außer dem Namen und ein paar visuellen Verweisen auf die Serie. Die Kampagne dauerte nur etwa ein bis zwei Stunden und bestand aus kurzen, nur lose miteinander verbundenen Missionen ohne ausgefeiltere Geschichte, sodass sie mit der Handlung der nummerierten Black-Ops-Teile praktisch nichts gemein hat. Die Steuerung kombinierte Touchscreen und rückseitiges Touchpad für Bewegung und Zielen anstelle eines zweiten Analogsticks, was sich in der Praxis als ungenau und ermüdend erwies, besonders in schnelleren Feuergefechten. Der Mehrspielermodus bot nur eine Handvoll Karten und Spielmodi, und die technische Umsetzung – kantige Modelle, schwächere Texturen und spürbare Einbrüche der Bildrate – verriet deutlich, dass es sich um einen schnell zusammengeschusterten Titel handelte und nicht um eine vollwertige Übertragung des Heimkonsolenerlebnisses.
Gerade wegen dieser ungleichmäßigen Qualität blieb Black Ops Declassified die einzige Veröffentlichung des Spiels überhaupt – Activision hat es nie auf eine andere Plattform portiert, das Spiel tauchte auch später auf keiner anderen Konsole auf. Innerhalb der Serie wird es bis heute vor allem als warnendes Beispiel dafür in Erinnerung behalten, wie die Übertragung einer großen Marke auf einen Handheld nicht aussehen sollte, und wird oft zu den schwächsten Titeln gezählt, die den Namen Call of Duty tragen. Für die PlayStation Vita ist es dennoch der einzige originale Serienteil, der je für diese Konsole erschienen ist, und hat als solcher unabhängig von der Qualität der Umsetzung einen besonderen Platz in ihrer Bibliothek.
Warum spielen: Es ist der einzige Serienteil auf der PlayStation Vita und hat damit einen besonderen Platz in ihrer Bibliothek, wird aber wegen der ungleichmäßigen Qualität der Umsetzung oft zu den schwächsten Titeln gezählt, die den Namen Call of Duty tragen.
Spiel 115 von 122 für Sony PlayStation Vita
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