Wizardry Gaiden II: Curse of the Ancient Emperor – boxart
GBNintendo Game Boy

Wizardry Gaiden II: Curse of the Ancient Emperor

RPG (dungeon crawler) 1992 Wizardry ⏱ Mittel · ~3–10 Std.
Wizardry Gaiden II: Curse of the Ancient Emperor – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel

Direkte Fortsetzung von Gaiden I; wieder ein kompromissloser Dungeon-Crawler ohne Hilfestellungen.

Wizardry Gaiden II: Curse of the Ancient Emperor knüpft an den ersten Teil der Übertragung der Wizardry-Serie auf den Game Boy an und entwickelt dasselbe Prinzip des rundenbasierten Dungeon-Crawlings aus der Ego-Perspektive weiter. Der Spieler baut erneut eine Gruppe von Abenteurern aus verschiedenen Klassen und Rassen auf, durchquert geschichtete Etagen des Labyrinths und stellt sich Gegnern in rundenbasierten Kämpfen, bei denen die Reihenfolge der Angriffe, die Wahl der Zauber und die taktische Aufstellung der Charaktere entscheidend sind. Im Vergleich zum ersten Teil bietet die Fortsetzung erweiterten Inhalt und ein überarbeitetes Labyrinth-Layout, das an den Handlungsrahmen des vorherigen Spiels anknüpft, obwohl es sich weiterhin um ein eigenständiges Abenteuer mit eigenem Ende und neuen Herausforderungen für die vorrückende Gruppe handelt.

Die grafische Umsetzung bleibt dem Stil der Serie treu – eine einfache Drahtgitterperspektive der Gänge, ergänzt durch Texte und symbolische Ausrüstungssymbole, was auf dem monochromen Display des Game Boy karger, aber funktional wirkte. Das Spiel behält den hohen Schwierigkeitsgrad und den endgültigen Tod von Charakteren als zentrales Spannungselement bei, sodass selbst erfahrene Spieler vorsichtig vorgehen und ihre Vorräte an Heilung und Magie sorgfältig verwalten müssen. Gerade diese Kompromisslosigkeit unterschied die Serie von den zugänglicheren Action-Rollenspielen jener Zeit und machte sie zu einer Angelegenheit für treue Genrefans, die bereit waren, lange Stunden mit der Planung einzelner Expeditionen in das Labyrinth zu verbringen.

Curse of the Ancient Emperor schließt das Duo der direkt für den Game Boy entstandenen Gaiden-Teile ab und stellt zusammen mit dem ersten Teil ein bemerkenswertes Beispiel dafür dar, wie sich ein komplexer, regellastiger Dungeon-Crawler ohne wesentliche Vereinfachung auf eine Handheld-Konsole übertragen ließ. Heute werden beide Spiele vor allem von Sammlern und Fans klassischer Rollenspiele als Beleg dafür geschätzt, dass der Game Boy auch Genres bewältigen konnte, die man von einer Handheld-Konsole nicht erwarten würde, und ihr Schwierigkeitsgrad sowie ihre Regeltiefe bestehen auch im Vergleich mit späteren Handheld-Rollenspielen. Für viele Spieler außerhalb Japans stellten beide Spiele zudem die erste Begegnung mit traditionellem, regelgebundenem Dungeon-Crawling alter Schule dar, zu dem sie erst mit vielen Jahren Verzögerung fanden.

Spiel 143 von 147 für Nintendo Game Boy

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