The Legend of Zelda: Oracle of Ages – boxart
GBCGame Boy Color

The Legend of Zelda: Oracle of Ages

Action-adventure 2001 Flagship The Legend of Zelda ⏱ Lang · ~10–30 Std.
The Legend of Zelda: Oracle of Ages – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
The Legend of Zelda: Oracle of Ages – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Das nachdenklichere Zwillingsspiel zu Oracle of Seasons — beide Spiele kommunizieren über ein Passwortsystem.

Wenn Oracle of Seasons das actionreiche Gesicht der Zwillinge von 2001 ist, dann ist Oracle of Ages ihre nachdenkliche Seele. Wie der Geschwistertitel wurde es nicht von Nintendo entwickelt, sondern vom japanischen Studio Capcom über das Team Flagship unter der Aufsicht von Yoshiki Okamoto. Und wie bei Seasons gilt, dass beide Spiele von Anfang an so entworfen wurden, dass sie über ein Passwortsystem miteinander sprechen — ihr beendet eines, übertragt den Fortschritt ins andere, und erst zusammen enthüllen sie die ganze Geschichte und den wahren Endgegner.

Ages wählte einen völlig anderen Blickwinkel als sein Gegenstück. Wo Seasons auf schnelle Action und die Verwandlung der Landschaft nach Jahreszeiten setzt, baut Ages auf Zeitreisen. Ihr bewegt euch zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart des Landes Labrynna, und eure Eingriffe in längst vergangenen Zeiten verändern die Welt, die ihr Jahrhunderte später seht. Ein Baum, den ihr einst pflanzt, dient euch später als Brücke; ein Gespräch in der Vergangenheit schaltet eine Tür in der Gegenwart frei. Es ist ein Spiel, das auf Ursache und Wirkung aufbaut und damit spürbar logischer und rätselhafter ist.

Das macht Ages zu einem Titel, der sich langsamer und bedächtiger spielt. Kämpfe gibt es, doch das Herz des Erlebnisses sind die Verliese und Kopfnüsse, bei denen ihr auf zwei Zeitebenen gleichzeitig denken müsst. Viele Spieler halten es deshalb für die anspruchsvollere und intellektuell reichere Hälfte des Paares — nicht unbedingt besser, aber anders gestimmt, was schließlich der ganze Sinn der Aufteilung war.

Beide Spiele teilen dasselbe technische Fundament und den visuellen Stil des Game Boy Color und spielen sich dennoch unterschiedlich. Gerade diese Zweiheit ist der größte Trumpf des Projekts: Ihr bekommt zwei vollwertige Zeldas, die einander ergänzen und euch dafür belohnen, dass ihr beide spielt. Damit bewies Capcom, dass es nicht nur eine bewährte Formel kopieren, sondern sie in eine Richtung weiterentwickeln kann, nach der Nintendo selbst vielleicht nicht einmal gegriffen hätte.

Wer Rätsel, das Manipulieren der Zeit und ein langsameres, durchdachteres Tempo liebt, findet in Ages seinen Favoriten. Und wer beide Spiele hintereinander spielt, erlebt eines der am klügsten verzahnten Abenteuer, das je auf einem Handheld erschien.

Warum spielen: Die logischere, rätselhaftere Hälfte des berühmten Paares, aufgebaut auf Zeitreisen — ideal für Spieler, die dem Denken den Vorzug vor der Action geben.

Spiel 2 von 129 für Game Boy Color

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