Star Trek: Strategic Operations Simulator
Manchmal ist der beste Weg, in die Welt von Star Trek einzutauchen, nicht Diplomatie, sondern eine ordentliche Weltraumschlacht. Star Trek: Strategic Operations Simulator bietet genau das, und auf dem Commodore 64 liefert er das Erlebnis, ein Raumschiff im direkten Kampf mit Feinden zwischen den Sternen zu befehligen.
Das Spiel ist in erster Linie eine Weltraumkampf-Simulation. Der Spieler sitzt im Cockpit der Enterprise, steuert die Phaser und Photonentorpedos und wehrt Wellen von Angreifern ab, unter denen auch klingonische Schiffe nicht fehlen. Der Schwerpunkt liegt auf Action und Reflexen, aber mit jenem kosmischen Flair, bei dem man das Geschehen um sich herum beobachten, zielen und das Feuer in einem dreidimensional wirkenden Raum abstimmen muss.
Die Wurzeln dieses Titels reichen bis zu einem Spielautomaten zurück, der von der Popularität von Star Trek profitierte, und die Heimversion sollte dieses Erlebnis zu den Spielern nach Hause bringen. Die Umsetzung der Arcade-Action auf einen Achtbit-Computer bedeutete wie immer eine Reihe von Kompromissen, doch das Ziel war es, jenen süchtig machenden Rhythmus des Abwehrens feindlicher Angriffe und des Anhäufens von Punkten zu bewahren.
Kulturell repräsentiert das Spiel eine Ära, in der Sci-Fi-Marken und Spielautomaten sich gegenseitig nährten und in der jeder erfolgreiche Film oder jede erfolgreiche Serie versuchte, auch ihren Weg in die Spielebranche zu finden. Star Trek war unter diesen Lizenzen eine Konstante, und seine actionorientierte Umsetzung sprach Spieler an, die sich nach Schießereien zwischen den Sternen sehnten.
Da verlässliche zeitgenössische Daten über die Heimkonvertierung für den C64 lückenhaft sind, ist es sinnvoll, konkrete Zahlen oder Bewertungen nicht zu überschätzen. Was jedoch Bestand hat, ist das Wesen des Spiels selbst, nämlich flotte Weltraum-Action mit einem Hauch eines der berühmtesten Sci-Fi-Universen.
Warum spielen: Für geradlinige Weltraum-Action am Steuer der Enterprise, ideal, wenn man von Star Trek vor allem Schießereien zwischen den Sternen will.
Spiel 43 von 121 für Commodore 64
Derselbe Titel woanders (4)
Segas Arcade-Original (1982) setzte auf Vektorgrafik mit farbiger Overlay-Folie und ein sesselförmiges Gehäuse mit Hebel zur Geschwindigkeitswahl – ein Erlebnis, das keine Heimplattform nachbilden konnte. Die Umsetzungen für Atari 8-Bit, ColecoVision und Commodore 64 mussten die Vektoren durch einfachere farbige Rastergrafiken ersetzen, etwas Schärfe im Sternenfeld opfern und sich mit Joystick oder Tastatur statt der Cockpit-Steuerung begnügen. Die Unterschiede zwischen den Heimversionen liegen vor allem im Detailgrad und in der Flüssigkeit, die jede Rechenleistung erlaubte – an Leistung und Atmosphäre des Originalautomaten kommt keine heran. Wer die wahre Gestalt erleben will, greift zur Arcade-Emulation.
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