King's Quest IV: The Perils of Rosella
King's Quest IV: The Perils of Rosella aus dem Jahr 1988 war für Sierra gleich in mehrfacher Hinsicht ein Meilenstein – es war das erste Spiel, das auf der neuen SCI-Engine lief, die flüssigere Animationen, einen Tag-Nacht-Zyklus und einen ausgefeilteren Klang brachte, und zugleich der erste Teil der Serie mit einer spielbaren Heldin, Prinzessin Rosella, die auszieht, um ihren sterbenden Vater König Graham mit einem Zaubertrank aus dem zauberhaften Land Tamir zu retten. Ihr Weg führt sie unter anderem unter die Meeresoberfläche, wo sie mit einer Meerjungfrau verhandeln muss – für Adventures jener Zeit eine ungewöhnlich vielfältige Umgebung –, und weiter in die dunkleren Winkel des Reiches, wo die böse Lolotte und ihre Diener auf sie lauern.
Das Gameplay hält an der Formel der vorherigen Teile fest – Bewegung per Pfeiltasten, ein Textparser für Interaktionen und eine Fülle von Rätseln, die auf dem Sammeln und Kombinieren von Gegenständen beruhen –, doch die Welt ist visuell reicher und atmosphärischer, mit einer guten Fee, der bösen Hexe Lolotte und einer Meerjungfrau als Schlüsselfiguren der Nebenhandlungen. Der Tag-Nacht-Zyklus verändert zudem das Verhalten mancher Gegner und eröffnet andere Wege durch das Spiel, was 1988 eine ungewöhnliche dynamische Ebene für ein Adventure dieser Art war und dem Spiel eine deutliche Atmosphäre verstreichender Zeit verlieh. Das Spiel führte zudem ausgefeiltere Charakteranimationen und flüssigere Übergänge zwischen den Szenen ein, wodurch die Welt von Tamir lebendiger wirkte als die flachen Schauplätze der vorherigen Teile.
King's Quest IV wird oft zu den Höhepunkten der frühen Ära der Serie gezählt, dank der Kombination aus einer stärkeren Geschichte, einer spielbaren weiblichen Heldin und den technischen Verbesserungen der SCI-Engine, die Sierra später auch in seinen anderen Adventures einsetzte, einschließlich späterer King's-Quest-Teile und anderer eigener Serien. Auch mit zeitlichem Abstand zeigt das Spiel gut, wie schnell sich das Genre der grafischen Adventures in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre entwickelte, und Fans klassischer Sierra-Spiele zählen es bis heute zu den Titeln, die eine Wiederentdeckung wert sind.
Warum spielen: Die Kombination aus stärkerer Geschichte, der spielbaren Heldin Rosella und den technischen Verbesserungen der SCI-Engine macht King's Quest IV zu einem der Höhepunkte der frühen Ära der Serie, der eine Wiederentdeckung wert ist.
Spiel 166 von 229 für PC / Pentium a Windows 9x
Derselbe Titel woanders (1)
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