The Final Fantasy Legend – boxart
GBNintendo Game Boy

The Final Fantasy Legend

JRPG 1989 Square Final Fantasy ⏱ Lang · ~10–30 Std.
The Final Fantasy Legend – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
The Final Fantasy Legend – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Das erste Final Fantasy auf einem Handheld — tatsächlich aber der erste Teil einer ganz anderen Serie, SaGa.

Stell dir Final Fantasy vor, aber das Ganze verstaut in einer grauen Plastikschachtel, die du in die Tasche steckst. Genau das war The Final Fantasy Legend, überhaupt das erste Final-Fantasy-Spiel, das auf einer tragbaren Konsole erschien. Für westliche Spieler war es 1990 der erste Kontakt mit dieser Legende auf dem Game Boy, und kaum jemand ahnte damals, dass sich unter dem Etikett „Final Fantasy“ in Wirklichkeit der erste Teil einer ganz anderen Serie verbarg.

In seiner Heimat Japan erschien das Spiel nämlich als SaGa, die der Designer Akitoshi Kawazu bei der Firma Square ins Rollen brachte. Im Westen erhielt es das Etikett Final Fantasy rein aus Marketinggründen, um sich auf dem eingeführten Namen besser zu verkaufen. Das ist heute eine beliebte Trivia, erklärt aber zugleich, warum sich das Spiel so sehr von den klassischen FF unterscheidet. Statt einer fest vorgegebenen Heldentruppe stellt man sich sein eigenes Team aus verschiedenen Rassen zusammen, und jede von ihnen wächst völlig anders.

Der Kern des Erlebnisses ist gerade diese ungewöhnliche Fortschrittsmechanik. Menschen werden durch den Kauf von Gegenständen stärker, Mutanten verändern sich zufällig nach Kämpfen, und Monster verwandeln sich, indem sie das Fleisch besiegter Gegner verschlingen. Keine klassischen Erfahrungspunkte im traditionellen Sinne, keine Gewissheit. Der rundenbasierte Kampf ist kompromisslos, und Waffen wie Zauber haben eine begrenzte Anzahl von Anwendungen, sodass man ständig abwägt, was man sich zu verbrauchen leisten kann.

Die Erzählung treibt einen einen riesigen, mehrere Welten verbindenden Turm hinauf, von mittelalterlichen Königreichen über futuristische Ödländer bis in die Himmel. Diese Struktur gab der technisch bescheidenen Konsole eine überraschend große Weite und Fantasie. Die Geschichte ist karg, aber das Finale mit der Konfrontation des sogenannten Schöpfers wurde für seine Kühnheit berühmt und Fans erinnern sich bis heute daran.

Das Spiel wurde zu einem der ersten wirklich umfangreichen RPGs auf einer Handheld-Konsole und öffnete die Tür zur ganzen SaGa-Serie, die Square langfristig als experimentelleres Gegenstück zur Hauptreihe pflegte. Für viele Spieler war es der Beweis, dass auf dem Game Boy ein tiefgründiges Abenteuer laufen kann, nicht nur einfache Hüpfspiele und Denksportaufgaben.

Warum spielen: Die Wurzeln der SaGa-Serie und ein unkonventionelles RPG, bei dem man sein Team buchstäblich von Grund auf hochpäppelt, mit einer Atmosphäre, die man auf dem Game Boy nicht erwartet hätte.

Spiel 48 von 147 für Nintendo Game Boy

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