Indiana Jones and the Fate of Atlantis – boxart
DOSPC / DOS (XT až 486)

Indiana Jones and the Fate of Atlantis

Point-and-click adventura 1992 LucasArts ⏱ Mittel · ~3–10 Std. ⭐ Must-play
Indiana Jones and the Fate of Atlantis – Aus dem Spiel
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Eine originale Geschichte abseits der Filmvorlage, trotzdem ein vollwertiges viertes Abenteür.

Indiana Jones and the Fate of Atlantis ist eine originelle Geschichte, die sich an keinen Film hält, und wirkt dennoch wie ein vollwertiges viertes Abenteuer des berühmten Archäologen. Man schreibt das Jahr 1939, die Nazis suchen Atlantis wegen der Energie, die sich im Krieg missbrauchen ließe, und Indy macht sich zusammen mit seiner ehemaligen Kollegin Sophia Hapgood auf die Spur von Platons Texten — von New York über Algier und Kreta bis unter die Wasseroberfläche.

Der auffälligste Einfall ist die Aufteilung des Spiels in drei Pfade. Nach dem einleitenden Teil entscheidet der Spieler, ob er mit Sophia als Team weitermacht, allein über clevere Rätsel oder mit Fäusten und Action — und jede Variante hat eigene Schauplätze, eigene Rätsel und eigene Dialoge. Der Wiederspielwert ist dadurch enorm, und man kann das Spiel dreimal durchspielen, ohne das Gefühl von Wiederholung. Neben der klassischen SCUMM-Steuerung tauchen auch einfache Kämpfe auf, und im atlantischen Finale wird mit Kugeln und Steinmaschinen gearbeitet, wobei sich die Logik der ganzen Welt in ein eigenständiges Rätsel verwandelt.

Auf DOS erschien das Spiel in VGA mit 256 Farben, später auch auf CD mit vollständig gesprochenem Text, was für Adventures jener Zeit eine große Sache war. Die Musik nutzt erneut das iMUSE-System und arbeitet mit Motiven, die nahtlos von Ruhe zu Spannung übergehen können. Die Atmosphäre der Abenteuerfilme der Dreißigerjahre ist hier präziser eingefangen als in vielen späteren Versuchen desselben. Zeitgenössisch wurde Fate of Atlantis hervorragend aufgenommen und wird oft zu den besten Adventures überhaupt gezählt; heute ist es einer der am leichtesten zu empfehlenden DOS-Titel, weil es zugänglich ist, gut vorankommt und man sich darin nicht unrettbar festfahren kann. Besonders gelungen ist Sophia als Begleiterin: Auf dem Team-Pfad braucht der Spieler sie wirklich, und das Spiel arbeitet das auch in den Dialogen ein, was damals längst nicht selbstverständlich war. Anerkennung verdient auch die Arbeit an der Umgebung — jeder Schauplatz hat seine eigene visuelle Handschrift, von Universitätssammlungen über mediterrane Ruinen bis zu den Tiefen des Meeres — und die Übergänge zwischen ihnen halten das Tempo. Für viele Spieler ist Fate of Atlantis bis heute das beste Indiana-Jones-Abenteuer überhaupt.

Spiel 37 von 204 für PC / DOS (XT až 486)

Derselbe Titel woanders (1)

Wie bei anderen LucasArts-Adventures jener Zeit liegt der Unterschied vor allem an der Grafikkarte: Die PC/DOS-Fassung mit VGA zeigte volle 256 Farben und fein schattierte Wüsten- und Unterwasserszenen, während die Grafik auf dem Commodore Amiga mit der eingeschränkteren Palette des Denise-Chips auskommen musste, was zu sichtbarerem Dithering im Hintergrund führte. Beim Klang punktete dagegen die Amiga — ihr Paula-Chip spielte satt klingende gesampelte Musik ganz ohne Zusatzhardware, während man am PC eine Roland MT-32 oder AdLib-Karte brauchte, sonst blieb nur das karge Piepsen des PC-Speakers. Das Laden von Disketten machte die Amiga langsamer, der PC mit Festplatte lief flüssiger.