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Metroid
Metroid startete 1986 auf dem Nintendo Entertainment System als Titel von Nintendo R&D1 und verband von Beginn an Action-Shooting mit der Erkundung einer weitläufigen, zusammenhängenden Welt, in der Spieler nach und nach Fähigkeiten erlangen, die zuvor unzugängliche Bereiche der Karte öffnen. Die Science-Fiction-Atmosphäre verlassener Planeten, der Isolation und einer sich langsam entfaltenden Bedrohung wurde zum Markenzeichen der Reihe, ebenso wie die Schlusswendung des ersten Teils – die Enthüllung, dass die nur im Rüstungsanzug gezeigte Heldin Samus Aran eine Frau ist, was 1986 eine echte Überraschung war. Erst die Verbindung von Metroid mit dem späteren Castlevania: Symphony of the Night gab dem gesamten Subgenre seinen Namen, „Metroidvania“, für Spiele, die auf einer zusammenhängenden Welt und schrittweise freigeschalteten Fähigkeiten aufbauen.
Metroid II: Return of Samus (1991) brachte die Reihe auf den Game Boy und drehte sich um die Jagd auf die titelgebenden Metroids direkt auf deren Heimatplaneten SR388, während Super Metroid (1994) auf dem SNES bis heute als Höhepunkt der Serie und als einer der bestkonstruierten Plattformer überhaupt gilt – dank präzisem Leveldesign, dichter Atmosphäre und einer geschmeidigen Steuerung, die den Genrestandard für Jahre prägte und unzählige spätere Spiele inspirierte.
Nach einer langen Pause brachte Metroid Prime (2002) vom amerikanischen Studio Retro Studios eine grundlegende Neuausrichtung: den Wechsel zur Egoperspektive bei gleichzeitigem Erhalt des erkundungsorientierten Charakters und der Atmosphäre der Reihe, und wurde von der Kritik außergewöhnlich positiv aufgenommen – als Beweis, dass das klassische Konzept auch in 3D funktioniert. Zeitgleich erschien auf dem Game Boy Advance mit Metroid Fusion ein zweidimensionaler Ableger, der das Erbe der klassischen Teile mit einer linearer angelegten, stärker erzählorientierten Struktur rund um den X-Parasiten verband. Prime erhielt zwei direkte Fortsetzungen, Echoes (2004) und Corruption (2007) mit Bewegungssteuerung für die Wii, bevor mit Metroid Prime: Federation Force (2015) ein anders ausgerichtetes, auf Vierspieler-Koop angelegtes Spin-off folgte, das bei den Fans der Reihe auf deutlich kühlere Resonanz stieß.
Neben den nummerierten Teilen entstanden auch ambitionierte Ableger: Metroid Zero Mission (2004) für den Game Boy Advance war ein Remake des Original-Spiels von 1986 mit modernem Design und einem erweiterten Ende, während Metroid Prime Hunters (2004) den dreidimensionalen Prime-Ansatz auf den Nintendo DS brachte, samt Online-Mehrspielermodus. Ein gewagteres Experiment war Metroid: Other M (2010), entstanden in Zusammenarbeit mit Team Ninja, das schnellere, flüssigere Kämpfe bot, bei einem Teil der Fangemeinde wegen der Handhabung der Geschichte und der Charakterisierung von Samus jedoch auf gemischte Resonanz stieß – danach verstummte die Hauptlinie der Reihe für mehrere Jahre.
Die Hauptlinie verstummte danach für mehrere Jahre, bevor sie durch das Remake des zweiten Teils, Metroid: Samus Returns (2017) für den 3DS, und vor allem durch die lange erwartete direkte Fortsetzung von Super Metroid, Metroid Dread (2021) für die Switch, wiederbelebt wurde, das den Handlungsbogen um den X-Parasiten endlich abschloss und als Rückkehr zu den Wurzeln der Reihe gefeiert wurde. Nach der Neuauflage Metroid Prime Remastered (2023) und dem angekündigten Metroid Prime 4 bleibt Metroid eines der einflussreichsten Beispiele dafür, wie durchdachte Erkundung, Atmosphäre und das schrittweise Freischalten einer Welt ein ganzes Genre geprägt haben.
Teile der Reihe (17)
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Metroid II: Return of Samus · 1991
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Super Metroid · 1994
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Metroid Fusion · 2002
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Metroid Prime · 2002
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Metroid Prime 2: Echoes · 2004
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Metroid: Zero Mission · 2004
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Metroid Prime Pinball · 2005
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Metroid Prime Hunters · 2006
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Metroid Prime 3: Corruption · 2007
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Metroid Prime Trilogy · 2009
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Metroid: Other M · 2010
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Metroid: Samus Returns · 2017
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Metroid Dread · 2021
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Metroid Prime Remastered · 2023
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Metroid Prime 4: Beyond · 2025