Prince of Persia: The Sands of Time – boxart
PS2Sony PlayStation 2

Prince of Persia: The Sands of Time

Action-adventure 2003 Ubisoft Montreal Prince of Persia ⏱ Mittel · ~3–10 Std.
Prince of Persia: The Sands of Time – Aus dem Spiel
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+7
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Eine elegante Wiedergeburt einer klassischen Marke; Zeitkontrolle und Akrobatik definierten das Genre.

Prince of Persia: The Sands of Time aus dem Jahr 2003 von Ubisoft Montreal ist eine elegante Wiedergeburt der klassischen Marke Jordan Mechners, die die Reihe nach Jahren zurück ins Rampenlicht brachte und die Ausrichtung von Action-Adventures für das folgende Jahrzehnt prägte. Der namenlose Prinz jagt in einem prächtigen orientalischen Palast voller Fallen und Rätsel dem Dolch der Zeit hinterher, nachdem er versehentlich die Sande der Zeit freigesetzt hat, die die Bewohner des Palastes in dämonische Monster verwandeln, und muss die Katastrophe rückgängig machen, die er selbst verursacht hat. Der Palast ist dabei keine bloße Kulisse, sondern selbst ein Rätsel: Gärten, Bäder, Türme und Maschinenräume schließen so aneinander an, dass der Spieler nach und nach ihre innere Logik begreift.

Der Schlüsselmechanismus des Spiels ist eben dieser Dolch der Zeit, mit dem sich in Echtzeit die letzten Sekunden zurückdrehen lassen, sodass der Spieler einen tödlichen Sturz bei Akrobatikeinlagen oder einen misslungenen Kampf korrigieren kann, ohne einen Spielstand laden zu müssen, was den Ansatz zur Schwierigkeitsgestaltung bei Action-Plattformern grundlegend veränderte. Zeitrückläufe sind zudem eine begrenzte Ressource, die aufgefüllt werden muss, sodass das Spiel spannend bleibt und zugleich nie mit unnötigen Wiederholungen längerer Passagen bestraft. Fließende, physisch glaubwürdige Bewegung, inspiriert von der Rotoskopie-Technik der ursprünglichen 2D-Teile, das Laufen an Wänden, das Schwingen an Stangen und ausgefeilte Kämpfe von stuntartiger Anmut erzeugen ein Gefühl balletischer Eleganz, wie es das Genre zuvor nicht kannte.

Poetisches Erzählen, gerahmt als die eigene unzuverlässige Erinnerung des Prinzen, ergänzt durch geistreiche Dialoge mit seiner Begleiterin Farah, sowie ein ausgefeiltes, durchdachtes Level-Design machten aus dem Spiel ein zeitloses Abenteuer, das die Messlatte für moderne Action-Adventures setzte und spätere Reihen wie Assassin's Creed direkt inspirierte. Ubisoft Montreal nutzte die Erkenntnisse aus dem Rückspulmechanismus und der Parkour-Bewegung später auch bei der Entwicklung eigener zukünftiger Marken, und Sands of Time wird bis heute als einer der Gründe angeführt, warum sich Action-Adventures Mitte des Jahrzehnts in Richtung freierer, akrobatischer Bewegung durch die Umgebung entwickelten. Die Popularität des Spiels reichte sogar über das Medium hinaus, 2010 erhielt es seine eigene Filmadaption.

Spiel 40 von 269 für Sony PlayStation 2

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Das Spiel erschien gleichzeitig für PlayStation 2, GameCube und Xbox, und der Kern des Erlebnisses — akrobatisches Parkour und das Zurückspulen der Zeit mit dem Dolch — bleibt auf allen drei Plattformen im Wesentlichen gleich. Die Unterschiede sind vor allem technischer Natur: Die Xbox liefert dank stärkerer Hardware und mehr Speicher meist etwas schärfere Texturen und eine stabilere Bildrate als die Konkurrenz, während sich PlayStation 2 und GameCube sehr ähnlich sind und etwaige Unterschiede eher kosmetisch ausfallen. Keine Version wurde spürbar um Inhalte oder Levels gekürzt, sodass die Plattformwahl heute hauptsächlich davon abhängt, welcher Controller und welche Emulation zur Hand sind — nicht davon, wie viel vom Spiel dabei verloren ginge.

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