Ghouls 'n Ghosts
Ritter Arthur legt erneut seine Rüstung an, um eine entführte Prinzessin zu retten, und erneut erwartet ihn die Hölle auf Erden, im wahrsten Sinne des Wortes. Ghouls 'n Ghosts ist die Fortsetzung des berüchtigt anspruchsvollen Ghosts 'n Goblins und gehört zu den anspruchsvollsten Action-Plattformern, die die Spielhallen je hervorgebracht haben.
Capcom veröffentlichte das Original 1988 auf seinen Automaten und knüpfte an den Ruf des Vorgängers als Spiel an, das jeden Fehler bestraft. Arthur verträgt nur zwei Treffer, nach dem ersten verliert er seine Rüstung und läuft in Unterwäsche herum, nach dem zweiten zerfällt er zu einem Skelett. Das Spiel führte auch neue Mechaniken ein, wie das Schießen nach oben und unten oder eine mächtige goldene Rüstung, die besondere Angriffe aufladen konnte.
Auf dem Atari ST entstand eine Umsetzung, die sich in die Riege der geschätzten Heimkonvertierungen der Capcom-Automaten einreihte. Sechzehn-Bit-Computer waren in der Lage, die farbenfrohe, düstere Atmosphäre von Friedhöfen, Windmühlen und Burgen voller Untoter zu vermitteln, auch wenn die Konvertierung des höllisch schwierigen Gameplays nie einfach war. Dennoch behielt der Port die unbarmherzige Herausforderung der Vorlage bei.
Die kulturelle Bedeutung der Serie ist enorm. Ghouls 'n Ghosts festigte den Ruf der Marke als Symbol für Hardcore-Schwierigkeit, beeinflusste Generationen von Designern und wird bis heute zitiert, wann immer die Rede auf Spiele kommt, die den Spieler wirklich quälen. Die Serie wurde mit weiteren Teilen einschließlich Super Ghouls 'n Ghosts fortgesetzt und lebt auch in der modernen Zeit weiter.
Wer eine ehrliche, altmodische Herausforderung ohne Gnade sucht, findet in Ghouls 'n Ghosts genau das. Es ist ein Spiel, das einen hundertmal tötet, und man kehrt dennoch für den nächsten Versuch zurück.
Warum spielen: Für die legendäre Schwierigkeit und die düster-märchenhafte Atmosphäre eines der anspruchsvollsten Action-Plattformer der Arcade-Ära.
Spiel 18 von 72 für Atari ST
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Capcoms Arcade-Original von 1988 lief auf CPS-Hardware mit scharfen Farben und gnadenlosem Tempo, das die Heimversionen nur annähernd erreichen konnten. Am nächsten kommt die Portierung für den Sharp X68000, einen japanischen Computer, der nah an der Arcade-Hardware gebaut war, weshalb Grafik und Tempo hier am ehesten stimmen. Die Mega-Drive-Version zählt zu den besten Heimumsetzungen, musste aber bei Hintergrunddetails kürzen. Das Master System bot eine vereinfachte, kürzere Fassung mit weniger Farben. Amiga und Atari ST kämpften mit langsamerem Scrolling und spürbar ruckeligerer Animation im Vergleich zum Automaten.