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Grand Theft Auto
Grand Theft Auto entstand 1997 beim schottischen Studio DMA Design als Draufsicht auf eine von Verbrechen beherrschte Stadt, in der Spieler Autos stehlen, Missionen für Gangs erledigen und das Gesetz fast nach Belieben brechen konnten. Schon der erste Teil und die Fortsetzung Grand Theft Auto 2, angesiedelt in einer unbestimmten Zukunft voller rivalisierender Gangs und religiöser Kulte, setzten auf schwarzen Humor, Satire auf Amerika und völlige Bewegungsfreiheit in einer offenen Stadt – ein zu jener Zeit ungewöhnlicher Ansatz in einer Ära linearer Actionspiele, der der Reihe die erste Kontroversenwelle wegen gewalttätiger Inhalte einbrachte. Das Original wurde zudem durch das Add-on Grand Theft Auto: London 1969 erweitert, und die Reihe erreichte mit einer Game-Boy-Color-Fassung schnell auch Handhelds, was zeigte, wie leicht sich das Konzept auf andere Geräte übertragen ließ.
Der Wendepunkt kam 2001 mit Grand Theft Auto III, das das Konzept in eine vollständig dreidimensionale offene Welt namens Liberty City überführte, mit vertonten Figuren, Radiosendern mit lizenzierter Musik und filmischer Erzählweise – ein Schritt, der für Jahre zum Vorbild für das gesamte Open-World-Genre wurde. Vice City von 2002 übertrug die Atmosphäre in ein fiktives Miami der 1980er mit Neonästhetik und einem Soundtrack zeittypischer Hits, während San Andreas von 2004 das Spiel um drei verbundene Städte, Rollenspielelemente wie die Fitness der Spielfigur, Fahrräder und einen anpassbaren Protagonisten namens CJ erweiterte und damit zu einem der umfangreichsten und meistverkauften Titel der gesamten PlayStation-2-Generation wurde.
Grand Theft Auto IV von 2008 brachte die Reihe zu einem ernsteren, dunkleren Ton zurück, wieder nach Liberty City, diesmal mit Schwerpunkt auf realistischer Fahrzeug- und Figurenphysik sowie einer vielschichtigeren Erzählung um das Schicksal des Einwanderers Niko Bellic, der auf der Suche nach einem besseren Leben in die Stadt kommt. Parallel erschienen Handheld-Ableger – Liberty City Stories und Vice City Stories für PSP knüpften an ältere Teile und deren Atmosphäre an, während Chinatown Wars für Nintendo DS, PSP und Mobiltelefone zur Draufsicht zurückkehrte und touchgerechte Mechaniken wie das Zeichnen beim Knacken von Schlössern und beim Drogenmischen hinzufügte.
Grand Theft Auto V von 2013 baute die Geschichte um drei spielbare Protagonisten mit unterschiedlichen Persönlichkeiten auf, zwischen denen jederzeit gewechselt werden konnte, und brachte mit GTA Online einen Mehrspielermodus, der sich vom Zusatzangebot zu einem eigenständigen Live-Dienst entwickelte, der noch mehr als ein Jahrzehnt später regelmäßig aktualisiert wird. Das Spiel selbst wurde nach und nach auch für PlayStation 3, PlayStation 4 und spätere Konsolengenerationen veröffentlicht, wodurch es über mehrere Hardware-Generationen hinweg kommerziell relevant blieb und für den Publisher Rockstar Games sowie Take-Two Interactive zu einem der einträglichsten Produkte der gesamten Unterhaltungsbranche wurde.
Damit prägte die Reihe das Bild der modernen offenen Welt – eine Mischung aus Bewegungsfreiheit, schwarzer Satire auf die amerikanische Gesellschaft und filmischer Erzählweise, die später von Dutzenden anderer Spiele über Genres und Plattformen hinweg übernommen wurde. Zugleich begleiteten sie dauerhaft Auseinandersetzungen über die Darstellung von Gewalt sowie der Streit um versteckte Inhalte in San Andreas, der zu einer vorübergehenden Neubewertung der Altersfreigabe führte, dazu immer wiederkehrende Debatten über den Einfluss solcher Spiele auf das Verhalten von Spielern. Trotz dieser Kontroversen bleibt Grand Theft Auto eine der kommerziell wie kritisch erfolgreichsten Spielereihen der Geschichte und ein Synonym für das Open-World-Genre schlechthin.
Teile der Reihe (15)
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Grand Theft Auto · 1997
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Grand Theft Auto 2 · 1999
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Grand Theft Auto III · 2001
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Grand Theft Auto: Vice City · 2002
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Grand Theft Auto Double Pack · 2003
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Grand Theft Auto Advance · 2004
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Grand Theft Auto IV · 2008
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