Resident Evil Village
Resident Evil Village schickt Ethan Winters in ein verschneites Dorf irgendwo in Osteuropa, um seine entführte Tochter zu finden. Über der Landschaft ragt das Schloss der Familie Dimitrescu empor, und ringsherum streifen Lykaner umher, die mit den üblichen Untoten der Serie nicht viel gemein haben. Das Spiel setzt die vom Vorgänger eingeführte Ich-Perspektive fort, spielt aber viel stärker mit verschiedenen Horror-Subgenres: Jeder der vier Hauptschauplätze hat eigene Regeln und eine eigene Stimmung, von einer gotischen Festung über eine Puppenmacher-Werkstatt bis hin zu einer Fabrik.
Das Gameplay balanciert zwischen Action und klassischem Survival-Horror. Munition ist begrenzt, das Inventar wird in einem Raster verwaltet, gegnerische Angriffe lassen sich mit den Armen blockieren, und zwischen den Kapiteln kauft man beim Händler Duke ein, der außerdem Waffen aufwertet und Gerichte aus im Gelände gesammelten Zutaten kocht. Die Erkundung ist als vernetzte Karte mit verschlossenen Abkürzungen und Schlüsseln aufgebaut, genau so, wie es die Serie durch ihre älteren Teile berühmt gemacht hat. Die Passage im Haus der Familie Beneviento legt die Action vollständig beiseite und bietet eine der meistdiskutierten Horrorsequenzen der letzten Jahre. Waffen lassen sich mit Zielfernrohren und größeren Magazinen ausrüsten, und nach dem Durchspielen wird der Mercenaries-Modus mit zeitlich begrenzten Gegnerwellen freigeschaltet.
Auf der PlayStation 5 läuft das Spiel flüssig in hoher Auflösung, unterstützt Raytracing und schnelles Laden, adaptive Trigger unterscheiden zwischen einzelnen Waffen, und die Haptik vermittelt den Rückstoß. Der Klang ist entscheidend: knarrendes Holz, Knurren um die Ecke und Orchestermotive, die bei Bosskämpfen einsetzen. Die Kritik nahm das Spiel sehr gut auf, lobte die Vielfalt der Schauplätze und den Mut, den Ton zwischen den Kapiteln zu wechseln, während ein Teil der Spieler schrieb, es sei der actionreichste Teil der Serie und die Angst verflüchtige sich zum Ende hin. Heute ist Village eines der zugänglichsten modernen Horrorspiele und ein Spiel, an das man sich vor allem wegen seiner markanten Figuren erinnert. Capcom fügte später die Erweiterung Shadows of Rose und die Möglichkeit hinzu, die gesamte Kampagne aus der Third-Person-Perspektive zu spielen, was das Spielgefühl deutlich verändert.
Spiel 7 von 176 für Sony PlayStation 5
Derselbe Titel woanders (3)
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