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Tom Clancy's Rainbow Six
Tom Clancy's Rainbow Six entstand bei Red Storm Entertainment, einem Studio, das Tom Clancy selbst mitgegründet hatte, und brachte 1998 einen starken Fokus auf Planung in das Genre der taktischen Shooter: Vor jeder Mission stellte der Spieler ein Team zusammen, wählte die Ausrüstung und legte Routen für einzelne Gruppen fest, während der eigentliche Kampf gnadenlos war - ein einziger Treffer bedeutete oft den Tod eines Soldaten, und ein getöteter oder schwer verwundeter Operative konnte für den Rest der Kampagne dauerhaft verloren gehen. Die Vorlage stammte aus einem Roman von Tom Clancy und setzte auf einen Realismus, der sich von den Run-and-Gun-Shootern der damaligen Zeit deutlich abhob.
Die Fortsetzungen Rogue Spear und Raven Shield verfeinerten die taktische Formel weiter, brachten eine ausgefeiltere KI für Mitstreiter wie Gegner mit und erweiterten die Möglichkeiten der Missionsplanung; beide erschienen zudem mit mehreren Erweiterungen und waren in der damaligen kompetitiven PC-Szene beliebt. Nach der Übernahme von Red Storm Entertainment durch Ubisoft wurde die Serie Teil eines breiteren Portfolios an Tom-Clancy-Marken neben Ghost Recon und Splinter Cell. Mit der Zeit näherte sich die Serie jedoch einem zugänglicheren, actionorientierteren Stil an, der auch Konsolen ansprechen sollte - Lockdown war spürbar linearer und weniger von der Vorbereitungsphase abhängig, was bei einem Teil der langjährigen Fans nicht gut ankam.
Einen radikaleren Wandel brachten Vegas und Vegas 2, die die Handlung nach Las Vegas verlegten und die strikte Taktik durch ein Deckungssystem ersetzten: Wer in Deckung ging, wechselte von der Third-Person- in eine First-Person-Zielperspektive, hinzu kam die Möglichkeit, eigene Charaktere zu gestalten. Dieser Ansatz kam bei Kritik und Spielern gut an und rückte die Serie kurzzeitig wieder in den Mainstream-Fokus, während das anschließend geplante Patriots nach einer langen, problembehafteten Entwicklung schließlich eingestellt wurde.
Geprägt wurde die Serie letztlich von Rainbow Six Siege aus dem Jahr 2015, das zu seinen taktischen Wurzeln zurückkehrte, sie aber ganz auf kompetitiven Fünf-gegen-fünf-Mehrspielermodus, zerstörbare Umgebungen und Operator mit einzigartigen Fähigkeiten auf Angreifer- wie Verteidigerseite aufbaute. Nach einem verhaltenen Start machten jahrelang stetig ergänzter Inhalt und Turniere wie die Six Invitational Siege zu einem der erfolgreichsten und langlebigsten Esport-Titel überhaupt und zeigten, dass sich die Serie immer wieder neu erfinden kann, ohne ihren Kern zu verlieren.
Teile der Reihe (13)
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Tom Clancy's Rainbow Six · 1998
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Tom Clancy's Rainbow Six 3 · 2003
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