Yie Ar Kung-Fu – boxart
ZXZX Spectrum

Yie Ar Kung-Fu

Bojová hra 1985 Imagine Software ⏱ Kurz · bis ~3 Std.
Yie Ar Kung-Fu – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Yie Ar Kung-Fu – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Eines der ersten Arcade-Kampfspiele – jeder Gegner hat einen eigenen Stil, den es zu durchschauen gilt.

Yie Ar Kung-Fu brachte auf das ZX Spectrum eine Portierung eines der ersten populären Arcade-Kampfspiele, in dem sich der Kämpfer Oolong nacheinander einer Reihe von Gegnern stellt, von denen jeder einen anderen Kampfstil beherrscht und mit einer anderen Waffe ausgerüstet ist – von Nunchakus über eine Schlangenpeitsche bis hin zu Feueratem. Der Spieler muss bei jedem Gegner dessen Schwächen und Verhaltensmuster durchschauen, da ein direkter Angriff oft auf eine wirksame Verteidigung traf, was die Kämpfe eher zu einem taktischen Rätsel als zu reflexgesteuerten Prügeleien machte. Diese Betonung des Erkennens von Gegnermustern nahm das spätere Fighting-Game-Genre vorweg, das auf den Persönlichkeiten einzelner Kämpfer aufbaute.

Auf dem Spectrum gelang es dem Spiel, die Kämpfe trotz der begrenzten Farbpalette gut lesbar zu halten, mit klar unterscheidbaren Silhouetten von Oolong und seinen Gegnern vor einem einfachen Dojo-Hintergrund. Die Steuerung bot eine breite Palette an Schlägen, Tritten und Sprüngen, die mit den Richtungstasten kombiniert werden konnten, sodass dem Spieler auf einer Achtbit-Plattform ein überraschend vielseitiges Repertoire zur Verfügung stand. Die Klangkulisse war sparsam, aber funktional, mit markanten Treffereffekten, die dem Spieler eine klare Rückmeldung über den Verlauf des Kampfes gaben.

Yie Ar Kung-Fu wurde bei seiner Veröffentlichung für seinen innovativen Ansatz beim Kampfsystem gelobt und gehört zu den Titeln, die das Fundament für das spätere Fighting-Game-Genre auf Heimcomputern und Konsolen legten. Sein Konzept einer Galerie von Gegnern mit jeweils einzigartigem Stil beeinflusste viele spätere Fighting Games. Dem heutigen Spieler bietet es vor allem einen historischen Einblick in die frühe Phase des Genres, dessen Mechaniken heute archaisch wirken, die aber im Erscheinungsjahr für ihre Zeit bemerkenswert ausgefeilt waren. Die Konami-Arcade-Vorlage von 1985 gehörte zu den allerersten Spielen, die eine Lebensanzeige für beide Kämpfer als Hauptindikator für den Kampfverlauf einführten – ein Prinzip, das später zum Standard nahezu des gesamten Fighting-Game-Genres wurde. Die Galerie der Gegner war so aufgebaut, dass der Spieler nach und nach immer anspruchsvolleren und schwerer lesbaren Verhaltensmustern begegnete, wodurch das Spiel den Schwierigkeitsgrad stufenlos steigerte, ohne die grundlegenden Kampfregeln ändern zu müssen.

Warum spielen: Für alle, die sich für die Geschichte der Kampfspiele interessieren, sind die Galerie der Gegner mit ihren einzigartigen Stilen und die bahnbrechende Lebensanzeige interessant, auch wenn die Mechaniken heute archaisch wirken.

Spiel 59 von 100 für ZX Spectrum

Derselbe Titel woanders (1)