Resident Evil 4
Resident Evil 4 überträgt in der VR-Version für Quest den legendären Action-Horror von 2005 in die Ich-Perspektive mit voller Bewegungsfreiheit in einem spanischen Dorf voller infizierter Ganados. Der Spieler steuert Leon Kennedy bei der Suche nach der Tochter des Präsidenten, feuert aus verschiedenen Waffen, kombiniert Kräuter und löst Rätsel, wobei die grundlegende Spielschleife - das Überleben von Gegnerwellen in geschlossenen Räumen und das schrittweise Voranschreiten der Geschichte - erhalten bleibt, aber komplett für die VR-Steuerung überarbeitet wurde. Das Spiel enthält auch die klassischen Sequenzen mit dem Händler, bei dem der Spieler zwischen den Kapiteln Ausrüstung kauft und verbessert, ebenso wenig fehlt die Zusatzmission mit Ada Wong, und der Spieler kann Gegner auch durch stille Messerangriffe oder durch Parieren von Schlägen im richtigen Moment ausschalten.
Die Umsetzung für ein eigenständiges Headset bedeutete eine grafische Überarbeitung der Modelle und der Beleuchtung, damit das Spiel flüssig auf dem mobilen Chip der Quest läuft, und Armature fügte physisches Nachladen von Waffen, das Öffnen des Rucksacks durch Heranziehen der Hand zur Schulter sowie Zielen durch tatsächliches Ausrichten der Waffe hinzu, wodurch der Kampf deutlich anspruchsvoller und intensiver wurde als in der Originalversion. Die Sitzungsdauer passt sich dem Spieler an - Kapitel lassen sich in kurzen Abschnitten oder längeren Sitzungen spielen, das Headset verkraftet auch längeres Spielen ohne Überhitzung, doch schnelles Drehen im Kampf gegen mehrere Gegner kann bei empfindlicheren Spielern Übelkeit auslösen, was das Spiel teilweise durch Komfort-Einstellungen wie Tunnelblick abfedert. Die Atmosphäre des Originalspiels, einschließlich der Spannung durch begrenzte Munition, wird in der Ich-Perspektive noch verstärkt, und die Geräuschkulisse des Dorfes verleiht dem Spiel eine zusätzliche Schicht Beklemmung.
Die Aufnahme war sehr positiv, Kritiker wie Spieler lobten, wie gut die ursprüngliche Spannung und Action in VR übertragen wurden, und der Titel wurde zu einem der bedeutendsten Beweise dafür, dass auch ein umfangreiches AAA-Spiel auf einem eigenständigen Headset funktionieren kann. Zu empfehlen ist es vor allem Spielern, die Horror und Action mögen, denen ein intensiveres und physischeres Engagement im Kampf nichts ausmacht und die eine bekannte Geschichte aus einer völlig neuen Perspektive erleben wollen, die das Originalspiel von 2005 in vielerlei Hinsicht um eine ganz neue Dimension der Spannung bereichert.
Warum spielen: Für Fans von Horror und Action, denen ein physischeres Engagement im Kampf nichts ausmacht und die den Klassiker von 2005 aus einer völlig neuen, spannenderen Perspektive erleben wollen.
Spiel 18 von 56 für Meta Quest
Derselbe Titel woanders (3)
GameCube war die federführende Entwicklungsplattform und gilt bis heute als die schärfste und detailreichste Version: Texturen, Beleuchtung und die Flüssigkeit der Animationen wirken hier am besten. Die PlayStation 2 erhielt das Spiel wenige Monate später im selben Jahr 2005 und brachte zusätzlichen exklusiven Inhalt mit — unter anderem den Bonusmodus Separate Ways mit Ada Wong sowie neue Waffen —, musste aber wegen schwächerer Hardware bei der Texturqualität Abstriche machen und wirkt stellenweise unschärfer sowie etwas weniger flüssig als das GameCube-Original. Wer Resident Evil 4 in der besten grafischen Form erleben will, greift zur GameCube-Version, wer den meisten Inhalt will, profitiert von den PS2-Extras.
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