Colin McRae: DiRT
Colin McRae: DiRT bedeutete für die Reihe eine grundlegende Wende von der reinen Rallye-Simulation hin zu einem breiteren Spektakel mit Rallycross, Buggys, Hillclimb und amerikanischen Geländedisziplinen wie Trailblazer, verpackt in die neue Grafikengine Neon. Der Karrieremodus basierte auf dem schrittweisen Freischalten einzelner Disziplinen und Fahrzeuge durch das Gewinnen von Pokalen, was das Spiel von früheren Teilen der Reihe mit ihrem linearer angelegten Fortschritt Saison für Saison unterschied.
Auf der PlayStation 3 erschien das Spiel mit Verzögerung gegenüber der PC- und Xbox-360-Version, die bereits im Juni 2007 auf den Markt kamen - Besitzer der Sony-Konsole mussten bis zum folgenden Frühjahr warten. Die Verzögerung war darauf zurückzuführen, dass der PS3-Port als zusätzliche Version entstand, nachdem das Spiel für die anderen Plattformen bereits fertiggestellt war, was sich auch an der leicht abweichenden Feinabstimmung der Leistung und der geringeren Werbung zeigt, die diese Version im Vergleich zum Launch auf PC und Xbox erhielt.
Inhaltlich handelt es sich um dasselbe Spiel - dieselben Strecken, Disziplinen von klassischer Rallye über Rallycross, Hillclimb und Buggys bis zu amerikanischen Geländerennen, sowie derselbe Schwerpunkt auf matschigen Untergründen, wechselhaftem Wetter und sichtbaren Fahrzeugschäden, wodurch sich DiRT 2007 von konkurrierenden Rallyespielen abhob. Karrierefortschritt und Fahrzeugfreischaltung blieben identisch zu den anderen Versionen. Die PlayStation-3-Version nutzte zudem den Sixaxis-Controller und bot eine auf Neigung basierende Steuerungsvariante, die der Spieler anstelle der klassischen Steuerung per Analogstick wählen konnte - diese Option war bei Konkurrenzversionen ohne Bewegungscontroller logischerweise nicht verfügbar und wurde zu einem der wenigen wirklich neuen Elemente dieser Edition.
Ihr fehlte dagegen die Anbindung an Xbox Live, die der Xbox-360-Version Zeit-Bestenlisten und die Möglichkeit bot, weitere Strecken herunterzuladen. Der Mehrspielermodus auf der PS3 lief über das PlayStation Network, das damals noch deutlich weniger entwickelt war und eine kleinere Spielerbasis hatte, sodass die Online-Community um diese Version spürbar kleiner blieb als bei den Schwesterplattformen, die einen fast einjährigen Vorsprung hatten.
Warum spielen: Ohne Xbox-Live-Anbindung und mit einer kleineren Online-Community über das PlayStation Network war es ein etwas einsameres Erlebnis als auf der Xbox 360, auch wenn das eigentliche Fahren und die Strecken gleich blieben.
Spiel 169 von 293 für Sony PlayStation 3