Burnout Revenge – boxart
PS2Sony PlayStation 2

Burnout Revenge

Racing 2005 Criterion Games Burnout ⏱ Mittel · ~3–10 Std. ⭐ Must-play
Burnout Revenge – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Burnout Revenge – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Das Rammen des zivilen Verkehrs als Angriffswaffe; der aggressivste Burnout-Teil.

Burnout Revenge trieb die Serie der arkadigen Rennspiele, die auf riskantem, aggressivem Fahren basiert, einen Schritt weiter voran und fügte eine Mechanik hinzu, mit der man langsamere Verkehrsfahrzeuge von hinten rammen und buchstäblich von der Fahrbahn sprengen konnte, was die Dynamik der Rennen grundlegend veränderte und Spielerinnen dafür belohnte, sich mutig und angriffslustig durch dichten Verkehr zu bewegen, anstatt ihm nur auszuweichen. Genau diese Änderung spaltete die Fangemeinde der Serie: Für die einen bedeutete sie eine befreiende Beschleunigung, für die anderen den Verlust der Spannung, die in den vorherigen Teilen daher rührte, dass jedes Auto auf der Spur eine tödliche Gefahr darstellte.

Das für die Serie charakteristische Takedown-System, also das destruktive Ausschalten von Gegnerinnen durch heftige Zusammenstöße, blieb der Kern des Gameplays und wurde durch eine verbesserte Unfallphysik ergänzt, wodurch Fahrzeugkollisionen noch effektvoller und visuell befriedigender wirkten, mit Schwerpunkt auf Zeitlupenaufnahmen der Zerstörung aus mehreren Kamerawinkeln. Das Spiel erweiterte die Auswahl an Spielmodi um neue Rennvarianten, die sich gezielt auf Zerstörung und die Wertung von an Gegnerinnen und Verkehr verursachtem Schaden konzentrierten, was der Philosophie der Serie entsprach, Chaos und Adrenalin gegenüber realistischer Simulation den Vorzug zu geben. Selbst nach dem eigenen Unfall bleibt die Spielerin im Spiel: Das Wrack lässt sich noch sprengen und so eine Gegnerin nachträglich in die Leitplanken schicken.

Das Streckendesign bot dichteren Verkehr und mehr alternative Abkürzungen als die vorherigen Teile, was von den Spielerinnen schnelle Entscheidungen bei hoher Geschwindigkeit verlangte, und die Bewegungsunschärfe bei vollem Nitro verlieh dem Geschwindigkeitsgefühl eine fast unangenehme Dringlichkeit. Die Kritik lobte vor allem das ausgezeichnete Geschwindigkeitsgefühl und das konkurrenzlose System der Fahrzeugzerstörung. Burnout Revenge wird bis heute zu den Spitzenteilen der Serie und zu einem der besten arkadigen Rennspiel-Titel der gesamten PlayStation-2-Generation gezählt. Das Spiel erschien ein Jahr später auch für die Xbox 360 und wurde damit zu einem der ersten Serientitel der neuen Konsolengeneration.

Spiel 99 von 269 für Sony PlayStation 2

Derselbe Titel woanders (1)

Burnout Revenge erschien 2005 gleichzeitig für PlayStation 2 und Xbox mit demselben Inhalt und denselben Strecken, einschließlich der neuen Mechanik, langsameren Verkehr von der Straße zu rammen. Die Xbox besaß damals einen stärkeren Grafikchip als die PS2, weshalb stabilere Bildraten und sauberere Texturen bei Multiplattform-Rennspielen dieser Ära üblich waren, und auch dieser Titel bildete keine Ausnahme. Kurz darauf erschien zudem eine Xbox-360-Fassung, die in deutlich höherer Auflösung und Flüssigkeit lief als beide älteren Versionen, und viele Spieler halten sie bis heute für den besten Weg, Burnout Revenge zu spielen. Die PS2-Fassung bleibt voll spielbar, nur mit sichtbar bescheidenerer Grafik.

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