Burnout 2: Point of Impact
Burnout 2: Point of Impact kam 2002 für die PlayStation 2 heraus und beschleunigte im Vergleich zum ersten Teil das Tempo deutlich und verfeinerte das Belohnungssystem für riskantes Fahren. Die Boost-Anzeige füllte sich nun nicht nur durch Driften und Fahren im Gegenverkehr, sondern auch durch knappe Vorbeifahrten an Rivalen, was den Spieler dazu zwang, ständig die Grenze zwischen Vorsicht und rücksichtsloser Kühnheit auszuloten. Eine Neuerung, die zu einem der Markenzeichen der gesamten Serie wurde, war der eigenständige Crash-Modus, in dem der Spieler in belebte Kreuzungen hineinfuhr, um eine möglichst große Kettenkarambolage zu verursachen und möglichst viele Punkte für zerstörte Autos zu sammeln – eine Mechanik zwischen Rennspiel und Zerstörungsspielzeug, die schnell zu einem beliebten Zeitvertreib für sich wurde.
Technisch brachte das Spiel die Serie voran – ein schnelleres und flüssigeres Fahrgefühl, überzeugendere Kollisionsphysik und abwechslungsreichere Strecken von Küstenautobahnen bis zu verschneiten Bergen. Die Grafik-Engine bewältigte auf der PlayStation 2 hohes Tempo und dichten Verkehr ohne größere Kompromisse, was für die damalige Zeit eine nicht unerhebliche technische Leistung war. Musik und Sounddesign bauten weiter an der typisch nervösen Atmosphäre der Serie, in der Fahren am Rande eines Unfalls belohnt statt bestraft wurde. Gegenüber dem ersten Teil kam zudem ein größeres Angebot an Autos und Strecken hinzu, sodass das Spiel inhaltlich reichhaltiger und vielfältiger wirkte.
Kritiker wie Spieler nahmen Burnout 2 als deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Teil auf, als das Spiel, das das Potenzial des risikobasierten Konzepts endlich voll zur Geltung brachte. Der Crash-Modus wurde so beliebt, dass Criterion ihn auch in den weiteren Fortsetzungen weiterentwickelte, und dank des zweiten Teils begann sich die Serie selbst als eigenständige Alternative zu Gran Turismo und Need for Speed zu etablieren. Auch heute ist Point of Impact ein spielbarer und unterhaltsamer Beweis dafür, dass Arcade-Rennen nicht unbedingt Waffen oder eine offene Welt brauchen, um Spaß zu machen – es genügen Mut, gut ausbalanciertes Risiko und ein paar belebte Kreuzungen, in die man mit voller Geschwindigkeit hineinfahren kann.
Warum spielen: Für Spieler, die sich nach Arcade-Rennen ohne Waffen und offene Welt sehnen, ist Point of Impact der spielbare Beweis, dass Mut, gut ausbalanciertes Risiko und belebte Kreuzungen genügen – mit diesem Teil zeigte die Serie erstmals ihr volles Potenzial.
Spiel 120 von 269 für Sony PlayStation 2