Wizards & Warriors X: Fortress of Fear – boxart
GBNintendo Game Boy

Wizards & Warriors X: Fortress of Fear

Akční plošinovka 1990 Rare ⏱ Kurz · bis ~3 Std.
Wizards & Warriors X: Fortress of Fear – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Wizards & Warriors X: Fortress of Fear – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Rare übertrug die NES-Serie auf den Game Boy als langsameren, erkundungslastigen Festungs-Ableger.

Wizards & Warriors X: Fortress of Fear ist ein Action-Plattformer von Rare, mit dem auf dem Game Boy ein Spin-off der vom NES bekannten Reihe Wizards & Warriors startete. Der Spieler übernimmt die Rolle des Ritters Kuros, der eine weitläufige Festung voller Gegner, Fallen und Rätselelemente durchquert, Schlüssel und für den Fortschritt nötige Gegenstände sammelt und mit Schwert sowie Zusatzwaffen wie Wurfdolchen oder Zauberrollen gegen unterschiedlichste Widersacher kämpft. Im Vergleich zu den actionlastigeren NES-Teilen legt das Spiel größeren Wert auf Erkundung, das schrittweise Freischalten des Wegs durch die Festung und den sorgsamen Umgang mit begrenzten Gesundheits- und Gegenstandsressourcen.

Die grafische Umsetzung ist, wie bei vielen frühen Rare-Titeln auf dem Game Boy, sorgfältig gestaltet, mit detaillierten Hintergründen, aufwendig texturierten Festungsmauern und trotz der Einschränkungen des monochromen Displays gut lesbaren Sprites. Das Leveldesign kombiniert linearen Fortschritt mit Elementen im Metroidvania-Stil, bei dem der Spieler mit neu erlangten Fähigkeiten oder Gegenständen in bereits besuchte Bereiche der Festung zurückkehren muss, um weiterzukommen. Die Musik unterstreicht die düsterere Fantasy-Atmosphäre des Spiels und gehört zu den unauffälligen, aber wirkungsvollen Stücken, wie sie für frühe Game-Boy-Titel typisch sind und das Gefühl einer einsamen Wanderung durch die Festung gut untermalen.

Das Spiel erschien in den frühen Jahren des Game Boy und stellte einen der ambitionierteren Titel seiner Zeit dar, der sich nicht mit einem simplen Action-Konzept begnügte, sondern eine ausgefeiltere Levelstruktur und ein langsameres, durchdachteres Tempo bot. Die zeitgenössische Aufnahme war solide, auch wenn das Spiel nie die Popularität der Haupt-NES-Reihe erreichte und eher eine Randerscheinung blieb. Heute ist es vor allem für Fans des frühen Schaffens von Rare interessant und als Beleg dafür, dass Entwickler schon Anfang der Neunzigerjahre mit weniger linearem Design auf einem Handheld experimentierten, auf dem damals eher simple Arcade-Umsetzungen ohne tieferen Zusammenhang zwischen den einzelnen Levels dominierten.

Spiel 88 von 147 für Nintendo Game Boy