Head Over Heels
Head Over Heels vom Duo Jon Ritman und Bernie Drummond erschien 1987 auf dem Commodore 64 als isometrisches Action-Adventure, in dem der Spieler zwei unterschiedliche Figuren steuert, Head und Heels, die zunächst gefunden und dann zu einem mächtigeren Wesen verschmolzen werden müssen. Head kann höher springen und mit einem Frostatem angreifen, während Heels schneller ist und Gegenstände tragen kann – nach dem Zusammenschluss beider Figuren erhält der Spieler eine Kombination beider Fähigkeiten, aber auch beider Schwächen, sodass ein Teil des Spiels auch durch das erneute Trennen der Figuren gelöst werden kann, um bestimmte Rätsel zu meistern, die von ihren unterschiedlichen Stärken abhängen.
Die Spielwelt ist in vier weitläufige Planeten unterteilt, voller Räume, die durch Aufzüge, Teleporter und versteckte Durchgänge verbunden sind, wo der Spieler Logikrätsel löst, die auf dem richtigen Einsammeln von Gegenständen, dem Verschieben von Kisten und dem Einsatz der Fähigkeiten beider Figuren beruhen. Auf dem C64 überzeugte das Spiel durch präzise isometrische Grafik mit kräftigen Farben und flüssige Animation, was es zu einem der technisch fortschrittlichsten Spiele seiner Art auf der Plattform machte, und zeigte gut, wie geschickt die Entwickler mit dem begrenzten Speicher des Rechners umgingen. Musik wurde nur sparsam eingesetzt, das Spiel legte den Hauptschwerpunkt auf Klangeffekte und die Atmosphäre einer stillen, präzise gestalteten Welt voller Rätsel und Fallen.
Head Over Heels gilt bis heute als einer der Höhepunkte des isometrischen Action-Adventure-Genres der achtziger Jahre, und sein durchdachtes Design, bei dem sowohl Gameplay als auch Rätsel direkt aus der Mechanik der beiden verbindbaren Figuren erwachsen, beeinflusste eine Reihe späterer Spiele dieser Art. Das Spiel verlangt Geduld und systematisches Kartieren der Welt, belohnt den Spieler aber mit dem Gefühl, komplexe räumliche Rätsel elegant gelöst zu haben. Auch mit jahrzehntelangem Abstand gehört es zu den Titeln, die regelmäßig als Beweis für den kreativen Höhepunkt der britischen Spieleszene der achtziger Jahre und als Inspiration für das spätere Genre angeführt werden.
Warum spielen: Für Spieler mit einer Vorliebe für das elegante Lösen räumlicher Rätsel ist Head Over Heels einer der Höhepunkte der isometrischen Action-Adventures der achtziger Jahre, auch wenn es Geduld und systematisches Kartieren erfordert.
Spiel 72 von 121 für Commodore 64
Derselbe Titel woanders (2)
Beide Heimversionen stammen aus demselben Entwurf, unterscheiden sich aber vor allem in Farbigkeit und Bildklarheit. Dank seines Grafikchips hatte der Amstrad CPC Zugriff auf eine breitere Farbpalette ohne das typische Farbüberlaufen zwischen benachbarten Objekten, sodass die isometrischen Räume klarer wirken. Die ZX-Spectrum-Version muss mit dem bekannten Attribute Clash zurechtkommen, einer Begrenzung der Farben pro Bildschirmblock, wodurch Figuren und Kulissen oft mit dem Hintergrund verschmelzen. Spielbarkeit und Rätselumfang bleiben auf beiden Rechnern identisch — der Unterschied ist rein optisch, und wer das schönere Bild bevorzugt, greift zur CPC-Version.