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Persona
Die Persona-Reihe entstand als Ableger von Megami Tensei und startete 1996 mit Revelations: Persona auf der originalen PlayStation. Entwickler Atlus verband den Dämonen-Beschwörungskern von Shin Megami Tensei mit einem Schulsetting: Eine Gruppe Jugendlicher beschwört statt gewöhnlicher Monster Personas, Manifestationen der eigenen Psyche. Das Spiel führte zugleich den Velvet Room und das Tarot-Arkana-System zum Verschmelzen und Stärken von Personas ein - ein Element, das die Serie bis heute in jeden weiteren Teil mitnimmt. Diese Mischung aus rundenbasierten Dämonenkämpfen und Schulalltag blieb bis heute das Markenzeichen der Serie.
Es folgte die Duologie Persona 2: Innocent Sin und Persona 2: Eternal Punishment Ende der Neunziger, wieder auf PlayStation. Innocent Sin begleitete den Schüler Tatsuya Suou, Eternal Punishment etwas später die Journalistin Maya Amano, wobei sich beide Geschichten gegenseitig ergänzten und aus anderer Perspektive erzählten. Beide Teile setzten auf eine düsterere, verschwörungslastige Handlung rund um urbane Legenden, die durch Verbreitung unter den Menschen angeblich real werden konnten, und erweiterten Kampf- sowie Persona-Fusionssysteme. Außerhalb Japans erreichte die Serie das Publikum nur langsam - ein westliches PSP-Remake von Innocent Sin folgte erst viele Jahre später - und blieb ein Nischenphänomen unter JRPG-Fans.
Den Wendepunkt brachte Persona 3 im Jahr 2006 auf der PlayStation 2, das die Formel zu einem Hybrid aus Lebenssimulation und Dungeon-Crawler umbaute. Als Mitglied der Gruppe SEES durchlebt man ein Schuljahr nach Kalender, knüpft sogenannte Social Links zu anderen Figuren und steigt nachts in den prozedural generierten Turm Tartarus hinab, um gegen Shadows zu kämpfen. Das Spiel behandelte Themen wie Tod und Sinn des Lebens deutlich direkter als seine Vorgänger und wurde zu einem der einflussreichsten JRPGs seiner Generation. Es erschien später erweitert als FES mit der Zusatzepisode The Answer sowie als Persona 3 Portable für PSP, das eine wählbare weibliche Hauptfigur und eine Visual-Novel-artige Steuerung anstelle direkter 3D-Bewegung bot.
Persona 4 (2008, PlayStation 2) verlegte dieselbe Struktur in die ländliche Kleinstadt Inaba, wo das Investigation Team eine Mordserie aufklärt, die mit einer rätselhaften Welt im Fernseher zusammenhängt und über den sogenannten Midnight Channel erreichbar ist. Ein leichterer Ton, einprägsame Figuren und eng verzahnte Sozial- und Kampfsysteme machten es zu einem der beliebtesten Teile der Serie; die erweiterte Fassung Persona 4 Golden für PlayStation Vita fügte neue Szenen und Figuren hinzu und gilt als eigenständiger Meilenstein des Genres, später auch für PC und moderne Konsolen umgesetzt.
Den internationalen Durchbruch brachte Persona 5 (2016, PS3 und PS4), in dem die Spieler als Phantom Thieves of Hearts mit Ankündigungskarten korrupten Erwachsenen ihre verzerrten Begierden stehlen und sich durch das Labyrinth Mementos kämpfen. Der markante Comic-Look, das durchdachte Interface und die stimmige Erzählstruktur machten es zum kommerziellen und kritischen Höhepunkt der Serie; die erweiterte Fassung Persona 5 Royal fügte später die neue Figur Kasumi Yoshizawa und ein komplettes drittes Semester hinzu. Rund um die Hauptreihe entstand eine Reihe von Ablegern: das Prügelspiel Persona 4 Arena, die 3DS-Crossover-Dungeon-Crawler Persona Q und Persona Q2: New Cinema Labyrinth, die Rhythmusspiele Dancing All Night und Dancing in Moonlight/Starlight, das in Zusammenarbeit mit Omega Force entstandene Musou-Actionspiel Persona 5 Strikers sowie das taktische Persona 5 Tactica - wodurch Persona vom Kultliebling zu einer der einflussreichsten modernen JRPG-Marken wurde.
Teile der Reihe (21)
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Revelations: Persona · 1996
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Persona 2: Innocent Sin · 1999
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Shin Megami Tensei: Persona · 2009
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Persona 3 Portable · 2011
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Persona 4 Arena · 2012
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Persona 4 Golden · 2012
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Persona 4 Arena Ultimax · 2014
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Persona 4: Dancing All Night · 2015
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Persona 5 Royal · 2019
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Persona 5 Strikers · 2020
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Persona 5 Tactica · 2023
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Persona 3 Reload · 2024