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Might and Magic
Might and Magic zählt zu den grundlegenden Reihen der Computer-Rollenspiele und wurde von New World Computing unter der Leitung von Jon Van Caneghem geschaffen. Das Studio ließ sich von älteren Dungeon-Crawlern inspirieren, entwickelte aber ein eigenes Rezept: Egoperspektive, Bewegung im Quadratraster und rundenbasierte Kämpfe einer ganzen Abenteurergruppe, aufgestellt in vorderer und hinterer Reihe. Spieler stellten sich eine Party aus Figuren verschiedener Klassen zusammen und zogen mit ihr durch weitläufige Fantasy-Welten voller Städte, Verliese, Überfälle auf offener Straße und Zufallsbegegnungen. Kennzeichnend für die Serie waren ein leichter Ton, Humor und ein sich allmählich enthüllender Science-Fiction-Unterbau – die Welt von Might and Magic erweist sich als weit komplexer und technologischer, als es zunächst scheint, was sie von ernsteren Konkurrenten wie Wizardry abhob.
Über die einzelnen Teile hinweg wandelte sich das Gameplay stetig. Might and Magic VI: The Mandate of Heaven brachte eine Rückkehr zu flüssigerer Bewegung durch eine durchgehende 3D-Landschaft und gilt bei vielen Spielern bis heute als Höhepunkt der Reihe, da es eine riesige offene Welt mit einem übersichtlichen Kampfsystem und einer nie allzu ernsten Atmosphäre verband. Der folgende Teil VII: For Blood and Honor vertiefte die politischen Intrigen zwischen den Fraktionen und ergänzte ein Reputationssystem, während VIII: Day of the Destroyer und IX bereits mit technischen Problemen und schwächerer Aufnahme zu kämpfen hatten, IX vor allem wegen einer überstürzten Fertigstellung und zahlreicher Fehler, die erst nachträglich per Patch behoben wurden.
Neben der nummerierten Hauptreihe wurde die Serie ebenso bekannt durch das Spin-off Heroes of Might and Magic, eine im selben Universum angesiedelte rundenbasierte Strategie, die sich schließlich eine eigene, treue Fangemeinde aufbaute und die Popularität der Ursprungsreihe in mancher Hinsicht sogar übertraf. Dazu kamen kleinere Ableger wie das Action-Puzzle-Hybrid Might and Magic: Clash of Heroes für Nintendo DS, das taktisches Symbol-Matching mit RPG-Fortschritt verband. Die Verlagsgeschichte verlief turbulent: New World Computing gehörte zu 3DO, und nach dessen Zusammenbruch ging die Marke Might and Magic an das französische Ubisoft über, das vor allem den strategischen Ableger weiterentwickelte.
Might and Magic bleibt so vor allem als eine der Serien in Erinnerung, die das Genre der Computer-Rollenspiele in den Achtziger- und Neunzigerjahren prägten – durch eine Mischung aus Erkundung, Humor und später strategischen Spin-offs, die ein breiteres Publikum erreichten als die klassischen Dungeon-Crawler, und die eine ganze Generation späterer Rollenspiele beeinflussten.
Teile der Reihe (12)
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- DOS
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Might and Magic IX · 2002
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Might & Magic X: Legacy · 2014