Blasphemous – boxart
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Blasphemous

Metroidvania 2019 The Game Kitchen ⏱ Mittel · ~3–10 Std. 🔞 18+
Blasphemous – Aus dem Spiel
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+6
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Eine düstere Pixel-Metroidvania mit barocker Religiosität und schmerzhafter spanischer Ikonografie.

Blasphemous ist eine düstere Pixel-Art-Metroidvania, die ihre Welt auf barocker Religiosität, Bußprozessionen und der schmerzhaften Ikonografie Südspaniens aufbaut. Der Spieler übernimmt die Rolle des schweigsamen Büßers mit dem Dornenhelm, der ein Land durchquert, das von einem Wunder heimgesucht wurde, das Leid in eine groteske Form von Heiligkeit verwandelt. Genau diese Ästhetik ist der Hauptgrund, warum das Spiel heraussticht: Die Umgebung ist voller Statuen, Altäre, Glockentürme und entstellter Körper, wobei jeder Gegner und Boss wie ein Ausschnitt aus einem religiösen Gemälde wirkt, das außer Kontrolle geraten ist.

Das Gameplay kombiniert die Erkundung einer miteinander verbundenen Welt mit einem Kampfsystem, das von Soulslike-Spielen abgeleitet ist. Die Figur greift mit dem Schwert an, kann blocken und mit präzise getimtem Parieren abwehren und erhält neue Bewegungen sowie Fähigkeiten, die schrittweise zuvor unzugängliche Gebiete öffnen. Aufwertungen erfolgen über Rosenkränze, Herzen und Gebete, also passive und aktive Gegenstände, die dem Spieler ziemlich freie Hand lassen, ob er auf Ausdauer, Schaden oder Zauber setzt. Der Tod hinterlässt am Ort einen Schuldfleck, der die maximalen Manavorräte verringert, bis der Spieler ihn wieder aufnimmt, eine Variante der bekannten Mechanik verlorener Seelen. Bosskämpfe gehören zu den anspruchsvollsten Teilen und erfordern das Erlernen von Angriffsmustern.

Auf der Switch läuft das Spiel gut, und der Handheld-Modus passt zu ihm, da die Abschnitte zwischen den Gebetsbänken, die als Kontrollpunkte dienen, nicht allzu lang sind. Die detaillierte Pixel-Grafik mit großen, handanimierten Bossen bleibt auch auf einem kleineren Bildschirm gut lesbar, und die Klangkulisse mit Flamenco-Gitarre und Chormotiven rundet die bedrückende Atmosphäre ab. Die Kritik lobte vor allem den unverwechselbaren visuellen Stil und den Mut, das gesamte Spiel auf einen einzigen kulturellen Kontext aufzubauen, während sich Vorbehalte eher auf die Präzision der Plattform-Passagen richteten. Die Entwickler verbesserten das Spiel nach der Veröffentlichung lange weiter und ergänzten es kostenlos um neue Inhalte, sodass es heute deutlich ausgewogener wirkt als zum Start.

Spiel 89 von 188 für Nintendo Switch