Tekken 4 – boxart
PS2Sony PlayStation 2

Tekken 4

Fighting 2002 Namco Tekken ⏱ Mittel · ~3–10 Std.
Tekken 4 – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Tekken 4 – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Erstmals vollstaendig dreidimensionale Arenen mit Waenden und Treppen, die taktisch in Kaempfen genutzt werden koennen.

Tekken 4, der vierte Teil von Namcos berühmter Prügelspiel-Serie, kam für die PlayStation 2 heraus, nachdem sich die Serie als Arcade-Klassiker etabliert hatte, und brachte einen bedeutenden Schritt nach vorn in Form von vollständig dreidimensionalen Arenen mit Hindernissen, Wänden und Höhenunterschieden, die sich in Kämpfen taktisch nutzen ließen. Zum ersten Mal konnten Spieler Gegner an eine Säule drängen, sie eine Treppe hinunterstoßen oder unebenes Terrain zu ihrem Vorteil nutzen, was damals revolutionär wirkte und Tekken von Konkurrenzserien wie Virtua Fighter oder Soulcalibur abhob. Wände ermöglichten zudem völlig neue Kombos, da ein abgeprallter Gegner für einen Moment wehrlos blieb, und erstmals konnte man sich in der Arena auch freier seitwärts bewegen.

Grafisch profitierte das Spiel von der Leistung der PS2 und bot realistischere Charaktermodelle sowie ausgefeiltere Animationen, wobei sich die Steuerung als etwas langsamer und weniger flüssig erwies als in den Vorgängern, was gemischte Reaktionen der Hardcore-Fans einbrachte. Story-technisch knüpfte das Spiel an das King-of-Iron-Fist-Turnier an und erweiterte die Mythologie der Mishima-Familie um neue Figuren wie Steve Fox oder Christie Monteiro. Der Story-Battle-Modus bot den einzelnen Kämpfern kurze filmische Zwischensequenzen, während Tekken Force zwischen den Kämpfen Beat-'em-up-Abschnitte hinzufügte, in denen sich der Spieler in einfachen Levels durch Gegnerwellen kämpfte.

Obwohl Tekken 4 heute eher als Übergangsteil zwischen der klassischen und der modernen Ära der Serie wahrgenommen wird, beeinflussten seine Experimente mit der Umgebung spätere Titel, und das Spiel bleibt ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Kampfspiele auf Sony-Konsolen. Rezensionen der damaligen Zeit lobten das filmische Intro und die grafische Präzision, bemängelten jedoch das im Vergleich zum arcade-geprägten Tekken 3 verlangsamte Tempo. Heute wird der Teil als mutiger Übergangsschritt zum späteren Tekken 5 in Erinnerung behalten, das die interaktiven Umgebungen übernahm, der Serie aber die gewohnte Geschwindigkeit zurückgab. Genau deshalb ist Tekken 4 auch heute noch interessant: Es bietet einen Einblick in den Moment, in dem die Serie versuchte, sich selbst in einer neuen Generation zu finden.

Spiel 66 von 269 für Sony PlayStation 2

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