The Witcher 2: Assassins of Kings
The Witcher 2: Assassins of Kings ist der zweite Teil der Hexer-Reihe und das erste Spiel von CD Projekt RED auf der eigenen REDengine. Der Sprung gegenüber dem ersten Teil ist sofort sichtbar: Mimik der Figuren, Beleuchtung und Detaildichte gehörten 2011 zum Besten, was auf dem PC zu sehen war, und das Spiel wurde berüchtigt dafür, wie zuverlässig es die damaligen Grafikkarten auslastete. Geralt wird diesmal des Königsmords beschuldigt, und die Geschichte um politische Intrigen in den nördlichen Königreichen wird aus der Perspektive eines Mannes erzählt, der keinen Grund hat, für eine der beiden Seiten Partei zu ergreifen.
Die entscheidende Neuerung liegt im Aufbau der Kampagne. Nach dem Prolog teilt sich die Geschichte anhand einer Entscheidung in zwei völlig unterschiedliche Handlungsstränge, die sich in Schauplätzen, Figuren und dem, was der Spieler über die Handlung erfährt, unterscheiden – für damalige Verhältnisse eine außergewöhnlich aufwendige Lösung, da die Hälfte des Inhalts von den meisten Spielern nie gesehen wird. Die Kämpfe verabschiedeten sich vom rhythmischen Klicken und wechselten zu direkterer Action mit Ausweichen, Blocken und Zeichen, ein Schritt, der die Reihe einem breiteren Publikum näherbrachte, anfangs aber brutal schwer war. Alchemie und Vorbereitung blieben erhalten, wanderten aber in die Meditation, sodass Tränke nicht mehr mitten im Kampf getrunken werden können.
Die Enhanced Edition von 2012 fügte Stunden neuer Szenen, ein Tutorial und eine Arena hinzu, und im selben Jahr erschien auch eine Fassung für Xbox 360, technisch abgespeckt, inhaltlich aber vollständig. Der zweite Teil gilt oft als der am wenigsten zugängliche der Reihe und zugleich als der dichteste – er ist kürzer als der dritte Teil, besitzt keine offene Welt und konzentriert sich auf wenige Schauplätze, denen dafür umso mehr Raum gegeben wird. Ohne ihn gäbe es aber Wild Hunt nicht: Genau hier erprobte das Studio seine eigene Technologie, verzweigtes Erzählen und den Ton, der die Reihe berühmt machte.
Warum spielen: Wer eine dichte, linearere Geschichte schätzt, die sich auf wenige Schauplätze statt auf eine offene Welt konzentriert, findet hier die Grundlage der Technologie und des Tons, auf denen später Wild Hunt aufbaute.
Spiel 111 von 583 für PC / moderní (64bit a GPU)