007: The World Is Not Enough
007: The World Is Not Enough für den Game Boy Color basiert auf dem gleichnamigen Film mit Pierce Brosnan als James Bond und bot Handheld-Besitzern im Jahr 2000 eine eigene, taschengroße Version eines Bond-Abenteuers. Während die großen Konsolen einen Action-Shooter aus der Ich-Perspektive erhielten, schlug die Version für den Game Boy Color einen anderen Weg ein und bot eine Draufsicht im Stil klassischer Actionspiele mit taktischen Elementen.
Als Agent 007 durchläuft der Spieler Missionen, die von der Filmvorlage inspiriert sind – von Ölplattformen über verschneite Landschaften bis zu unterirdischen Komplexen – und muss dabei leises Vorgehen mit offenen Feuergefechten kombinieren. Bond verfügt über sein typisches Arsenal an Gadgets, das der Spieler nach und nach freischaltet und zum Lösen von Umgebungsrätseln sowie zur Ausschaltung von Gegnern nutzt. Das Spiel versucht, die Filmatmosphäre mit Sequenzen zu bewahren, die an Actionszenen aus dem Kino erinnern, wenn auch in der begrenzten grafischen Form eines 8-Bit-Handhelds.
Der Titel reiht sich in die Welle lizenzierter Filmspiele ein, die Nintendos Handhelds Ende der neunziger Jahre und um die Jahrtausendwende regelrecht überschwemmte. Wie viele andere Bond-Spiele jener Zeit versucht auch diese Version, Action mit Momenten leiser Infiltration zu verbinden, sodass der Spieler ständig abwägen muss, ob er sich in ein Feuergefecht stürzt oder im Schatten bleibt und die Mission ohne unnötigen Alarm abschließt. Für Bond-Fans bietet der Titel eine alternative Sicht auf eine Geschichte, die die großen Konsolen anders erzählten, und für Sammler ist er ein interessanter Beleg dafür, wie unterschiedlich Entwickler jener Zeit dieselbe Filmlizenz auf verschiedenen Plattformen umsetzten.
Warum spielen: Für eine andere, aus der Vogelperspektive erzählte Sicht auf das Bond-Abenteuer, die einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte bietet als die Konsolenversionen.
Spiel 126 von 129 für Game Boy Color