Centipede – boxart
2600Atari 2600

Centipede

Shmup 1982+ Atari ⏱ Kurz · ca. 1–3 h
Centipede – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Centipede – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Hervorragende Heimports von Arcade-Legenden.

Unter den Heimports von Arcade-Klassikern auf dem Atari 2600 gehört Centipede zu jenen, an die man sich mit einem Lächeln und nicht mit einem Seufzer erinnert. Während der berüchtigte Pac-Man-Port zum Symbol dafür wurde, wie man eine Umsetzung vermasselt, zeigte Centipede, dass es auch anders geht — getreu, spielbar und mit Respekt vor dem Original.

Das Arcade-Centipede von Atari aus dem Jahr 1981, an dessen Entstehung auch Dona Bailey (eine der ersten Programmiererinnen in der Spieleindustrie) beteiligt war, versetzte den Spieler in die Rolle einer Art Zauberer oder Schützen am unteren Bildschirmrand. Über ein Pilzfeld schlängelt sich ein Tausendfüßler, den du in Stücke schießen musst — doch jeder Treffer in die Mitte teilt ihn in zwei eigenständige Segmente, sodass das Chaos wächst. Rechne dazu Spinnen, Flöhe und Skorpione, und du hast ein Rezept für hektischen, farbenfrohen Wahnsinn.

Die Heimversion auf dem 2600 gehörte zu den gelungenen Umsetzungen, die die Geschwindigkeit und den Saft der Vorlage auch auf begrenzte Hardware übertragen konnten. Zusammen mit anderen Titeln bildete sie das Rückgrat der Konsolenbibliothek in der Zeit nach 1982 und half, den 2600 in einer Zeit zunehmender Konkurrenz relevant zu halten.

Centipede war eines der ersten Arcade-Spiele, die gezielt auch auf ein weibliches Publikum abzielten, und seine freundliche, fast niedliche Ästhetik hob es von den düsteren Weltraum-Shootern der damaligen Zeit ab. Diese Zugänglichkeit machte es zu einem der kommerziell erfolgreichsten Automaten seiner Ära.

Die Kombination aus einfacher Steuerung und allmählich ansteigendem Schwierigkeitsgrad macht Centipede zu einem Lehrbuchbeispiel für süchtig machendes Arcade-Design. Kein Wunder, dass die Marke Fortsetzungen und moderne Neuauflagen erhielt und bis heute als eine der Säulen des goldenen Zeitalters der Spielhallen wahrgenommen wird.

Warum spielen: Ein gelungener Heimport einer der süchtigmachendsten Arcades der achtziger Jahre — farbenfroher, schneller und sofort verständlicher Wahnsinn, der nicht gealtert ist.

Spiel 15 von 69 für Atari 2600

Derselbe Titel woanders (4)

Das Arcade-Original von 1981 bleibt bis heute der Maßstab, mit flüssiger Animation des Tausendfüßlers und seines Schwarms aus Spinnen und Flöhen vor leuchtend bunten Pilzfeldern. Der Port für das Atari 2600 zählt zu den am besten bewerteten Umsetzungen auf diesem System – anders als der berüchtigt misslungene Pac-Man-Port bewahrten die Entwickler hier Spielgefühl und Tempo trotz kantigerer Grafik und der begrenzten Farbpalette des 2600. Das Atari 5200 verfügte über stärkere Hardware, weshalb seine Version flüssigere Bewegung und Farben zeigte, die näher am Arcade-Original lagen als beim älteren 2600. Wer das originalgetreueste Erlebnis will, wählt die Arcade-Version, wer die beste Heimumsetzung der frühen 1980er sucht, schätzt das Atari 5200.