The Legend of Zelda: Tri Force Heroes
The Legend of Zelda: Tri Force Heroes ist ein kooperatives Spinoff, das vom Studio Grezzo entwickelt wurde und sich vom traditionellen Einzelspieler-Storytelling der Serie abwandte, zugunsten eines Spiels für drei Spieler, die ihre Kräfte bündeln, um Rätsel zu lösen und gegen Feinde zu kämpfen. Ein zentrales Spielelement ist das sogenannte Totem, bei dem sich drei Link-Charaktere physisch aufeinander stapeln und eine Säule bilden, die es ermöglicht, höhere Plattformen zu erreichen oder entfernte Mechanismen zu aktivieren, was eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Spielern erfordert. Das Spiel bietet auch einen kleineren Einzelspielermodus mit gleichzeitiger Steuerung aller drei Charaktere, der jedoch deutlich schwieriger und eher eine Ergänzung zum kooperativen Haupterlebnis ist.
Der visuelle Stil knüpft an frühere Handheld-Zelda-Titel mit farbenfroher Grafik und klar lesbarem Leveldesign an, während der stereoskopische 3D-Effekt des Nintendo 3DS die Tiefe der Rätselräume betont. Ein untypisches Element für die Serie ist das Kostümsystem, bei dem Charaktere Kostüme erhalten und tragen können, wobei jedes Kostüm eine andere passive Fähigkeit verleiht, was zum wiederholten Spielen und Sammeln von Belohnungen motiviert. Das Spiel nutzt zudem die StreetPass-Funktion zum Austausch von Kostümen zwischen Spielern, was die Community-Dimension des Titels auch außerhalb der direkten Kooperation unterstützte und einen Grund gab, auch nach Abschluss der Hauptlevel ins Spiel zurückzukehren.
Tri Force Heroes spaltete die Fangemeinde der Serie mit seiner Betonung des Mehrspielermodus auf Kosten des traditionellen Erzählens und der einsamen Erkundung, an die man bei Zelda-Spielen gewöhnt ist, bot aber als kooperatives Erlebnis ein originelles und gut umgesetztes Konzept, das auf einer einfachen, aber einfallsreichen Mechanik des Aufeinanderstapelns von Charakteren aufbaut. Für Spielergruppen, die bereit waren, gemeinsam zu spielen, war es eines der wenigen Zelda-Spiele, die von Anfang bis Ende primär auf Kooperation ausgelegt waren, und bleibt deshalb bis heute ein einzigartiges, leicht wiedererkennbares Experiment innerhalb der Serie. Ohne Mitspieler hingegen verlor das Spiel an Attraktivität, was auch der Haupteinwand jener Spieler war, die die klassische, einsame Wanderung durch die Welt von Hyrule bevorzugten.
Spiel 121 von 132 für Nintendo 3DS
Aus derselben Reihe The Legend of Zelda →
The Legend of Zelda: Ocarina of Time - Master Quest GCN
The Legend of Zelda NES · 1986 (JP) / 1987 (US)
Zelda II: The Adventure of Link NES · 1987 (JP) / 1988 (US)
Zelda (G&W) G&W · 1989
The Legend of Zelda: A Link to the Past SNES · 1991 (JP) / 1992 (US)
The Legend of Zelda: Link's Awakening (DX) GB · Switch · 1993 (DX 1998)
Zelda: The Wand of Gamelon CD-i · 1993
Zelda's Adventure CD-i · 1994
The Legend of Zelda: Link's Awakening DX GBC · 1998
The Legend of Zelda: Ocarina of Time N64 · 1998
The Legend of Zelda: Majora's Mask N64 · 2000
The Legend of Zelda: Oracle of Seasons GBC · 2001