Gears of War 4
Gears of War 4 markierte die Übergabe des Zepters von Epic Games an das neu gegründete Studio The Coalition und zugleich einen Generationensprung der Geschichte um fünfundzwanzig Jahre in die Zukunft. Neuer Hauptheld ist JD Fenix, der Sohn von Marcus, der zusammen mit Kait Diaz und Del Walker nicht nur gegen die neue Bedrohung namens Swarm kämpft, sondern auch gegen die autoritäre COG-Regierung, deren Armee er einst diente. Die Rückkehr eines gealterten Marcus in die Handlung verleiht der Erzählung eine persönlichere, familiäre Dimension, wie sie die ursprüngliche Trilogie nicht kannte, und ein düsterer, weniger parodistischer Ton unterstreicht das Gefühl, dass der Krieg auf Sera nie wirklich endete.
Der Kern der Serie blieb unangetastet – das Deckungssystem, der brutale Lancer mit Kettensäge, das aktive Nachladen und die Betonung von Teamtaktik in der kooperativen Kampagne. The Coalition fügte einen dynamischen Tornado hinzu, der das Schlachtfeld umgestaltet, Deckungen wegreißt und Gegner davonträgt, sowie neue robotische Widersacher namens DeeBees, deren Verhalten sich deutlich vom organischen Swarm unterscheidet: Sie zerfallen stückweise, sind schwerer zu erledigen und zwingen die Spieler, den Rhythmus der Feuergefechte zu ändern. Die Unreal-Engine-4-Grafik hob die Serie auf der Xbox One in eine neue visuelle Liga mit detaillierten Texturen, realistischer Beleuchtung und aufwendigen Wetterpartikeleffekten; die Szenen, in denen ein Wirbelsturm Blechkonstruktionen zerreißt und die Begehbarkeit einer ganzen Arena verändert, gehören zu den eindrucksvollsten Momenten der Kampagne.
Der Mehrspielermodus bot den klassischen Versus-Modus sowie eine überarbeitete Horde mit zehn Charakterklassen, deren Verbesserungen und der Platzierung von Verteidigungsbauten rund um den mobilen Fabricator, wodurch der kooperative Modus zu einem Spiel der Rollenverteilung und des Ressourcenmanagements wurde. Ein neues Sammelkartensystem für Waffen, Fähigkeiten und Skins wurde zur Grundlage der Belohnungsökonomie auch für spätere Teile der Serie. Das Spiel gehörte zudem zu den ersten Titeln, die Xbox Play Anywhere vollständig unterstützten, sodass Spieler es sowohl auf der Konsole als auch auf dem PC mit einem einzigen Kauf und gemeinsamem Spielfortschritt spielen konnten. Gears of War 4 bewies damit, dass die Serie auch ohne ihre Gründer funktioniert, und legte ein solides Fundament für die weiteren Teile der neuen Trilogie.
Spiel 3 von 204 für Xbox One