Battlestations: Midway
Battlestations: Midway ist eine ungewöhnliche Mischung aus Strategie und Action, in der der Spieler im Zweiten Weltkrieg eine ganze Flotte in der Schlacht um Midway und weiteren Seegefechten im Pazifik kommandiert und dabei jederzeit von der taktischen Kartenansicht von oben zur direkten Steuerung eines einzelnen Kriegsschiffs, U-Boots oder Jagdflugzeugs wechseln und persönlich das Feuer auf den Feind eröffnen kann. Die Kampagne verfolgt den Kriegsverlauf vom japanischen Angriff auf Pearl Harbor bis zu den entscheidenden Wendepunkten im Pazifik. Das Spiel entstand primär für die Xbox 360, wo es Anfang 2007 erschien, und kam erst einige Monate später, im Herbst desselben Jahres, auch auf den PC.
Die Xbox-360-Version ist damit die ursprüngliche Form des Spiels, für die die Gamepad-Steuerung von Beginn der Entwicklung an entworfen wurde – der Wechsel zwischen taktischer Kartenansicht, Flottenkommando und der direkten Steuerung einzelner Einheiten funktioniert über einfache Kürzel an Sticks und Tasten, damals eine ungewöhnliche, aber funktionale Art, so unterschiedliche Spielsituationen ohne Tastatur und Maus zur Hand zu bewältigen. Die Grafik war auf die Fernseher und die Konsolenauflösung jener Zeit abgestimmt, während die spätere PC-Version schärfere Texturen für Schiffe und Flugzeuge, eine größere Sichtweite auf offener See sowie höhere Monitorauflösungen einschließlich Breitbildformate unterstützte.
Inhaltlich stimmen beide Versionen im Wesentlichen überein – dieselben Missionen, Schiffe und Flugzeuge, dieselbe Geschichte und derselbe Kampagnenverlauf –, doch gerade die Xbox-360-Fassung war jene, mit der Öffentlichkeit und Kritiker das Spiel zuerst sahen und nach der sich später erst die Maus- und Tastatursteuerung am PC richtete. Für Spieler, die ein Gamepad bevorzugen, bleibt die originale Konsolenversion damit die naheliegendere Wahl, auch weil die Steuerung zuerst für sie entworfen und erst danach auf den Computer übertragen wurde – nicht umgekehrt, wie es bei ähnlichen Titeln sonst üblich war. Kritiker lobten damals, dass es den Entwicklern von Eidos Hungary gelang, das recht komplexe Umschalten zwischen Dutzenden Schiffen zu meistern, ohne die Steuerung grundlegend vereinfachen zu müssen – was bei ähnlich ambitionierten Konsolentiteln der mittleren Zweitausenderjahre nicht immer gelang.
Warum spielen: Für Spieler, die ein Gamepad bevorzugen, ist die Konsolenversion die naheliegendere Wahl, da die Steuerung zuerst für sie entworfen und erst danach auf den PC übertragen wurde.
Spiel 166 von 259 für Xbox 360