echochrome
echochrome ist ein minimalistisches Puzzlespiel, das auf optischen Täuschungen im Stil der Zeichnungen von M. C. Escher aufbaut. Der Spieler dreht die Kamera um eine ausdruckslose Drahtgestell-Figur, die auf unmöglichen Treppen, Brücken und Fluren wandelt, die im leeren weißen Raum schweben, und muss den Blickwinkel finden, aus dem sich scheinbar unterbrochene Wege optisch zu einer durchgehenden Route verbinden. Das Spiel kennt weder Kämpfe noch Zeitdruck, es geht rein darum, schrittweise zu entdecken, wie Perspektive das Auge täuschen und eine unpassierbare Konstruktion in einen Weg zum Ziel verwandeln kann. Visuell setzt das Spiel auf völligen Minimalismus – rein weißer Hintergrund, einfache Drahtgestell-Konstruktionen und eine ruhige, meditative Atmosphäre ohne Musik, die den Spieler beim Nachdenken stören könnte.
Die PSP-Version erschien 2008 gleichzeitig mit der Veröffentlichung auf der PlayStation 3, es handelt sich also nicht um einen nachträglichen Port, sondern von Anfang an um eine gleichrangige, gleichzeitige Veröffentlichung für beide Plattformen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Steuerung – die PS3-Version erlaubte es, die Kamera um die Szene auch durch Neigen des Sixaxis-Controllers zu drehen, was dem Spiel ein angenehm physisches Gefühl der Verbindung von Handbewegung und Kamerabewegung gab, während die PSP über keinen Bewegungssensor verfügt, sodass der Spieler die Kamera ausschließlich über den Analogstick und die Richtungstasten steuert – trotz fehlender Neigung eine weiterhin präzise und schnell erlernbare Steuerung. Die Grafik wurde an den kleineren Bildschirm des Handhelds und die geringere Chip-Leistung angepasst, die Rätsel selbst, die Levels und ihre Reihenfolge blieben zwischen beiden Versionen jedoch gleich. Für ein Spiel, dessen Kern rein auf dem Nachdenken über Perspektive und Blickwinkel beruht, nimmt das Fehlen der Controller-Neigung zwar ein Steuerungselement weg und verändert das Spielgefühl, hat aber keinen entscheidenden Einfluss auf den eigentlichen Schwierigkeitsgrad und das Lösen der Rätsel. Dank der Portabilität der PSP eignete sich das Spiel zudem für gelegentliches Spielen in kürzeren Abschnitten, während es auf der PS3 eher um längere Sitzungen vor dem Fernseher mit dem Controller in beiden Händen ging. Beide Versionen teilen sich zudem dasselbe System zum Freischalten weiterer Level-Sets, je nachdem wie viele Rätsel der Spieler bereits erfolgreich gelöst hat, sodass der Fortschritt im Spiel auf beiden Plattformen gleich strukturiert bleibt.
Warum spielen: Puzzle-Fans wird es freuen, dass die PSP-Version gleichzeitig mit der PS3-Version erschien und dieselben Rätsel und Levels bietet, nur mit einer Kamerasteuerung rein über den Analogstick statt über die Controller-Neigung.
Spiel 64 von 122 für Sony PSP