Danganronpa 2: Goodbye Despair – boxart
VitaSony PlayStation Vita

Danganronpa 2: Goodbye Despair

Vizuální novela / detektivní adventura 2014 Spike Chunsoft ⏱ Lang · ~10–30 Std. ⭐ Must-play🔞 18+
Danganronpa 2: Goodbye Despair – Aus dem Spiel
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+6
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Dasselbe tödliche Spiel von Monokuma, diesmal auf einer Tropeninsel mit eigener, sorgfältig gestalteter Kulisse.

Danganronpa 2: Goodbye Despair verlegt das tödliche Spiel von den Schulfluren auf die tropische Insel Jabberwock, wo eine neue Riege talentierter Schüler einen idyllischen Schulausflug erleben soll. Die Idylle hält genau so lange an, bis Monokuma aus dem Untergrund auftaucht und dasselbe Angebot macht wie im ersten Teil: töten und gehen. Die Inselkulisse ist dabei keine bloße Verkleidung. Die einzelnen Strände, Hotels und verlassenen Anlagen funktionieren als getrennte Schauplätze mit eigener Logik, der Spieler bewegt sich freier zwischen ihnen als im ersten Teil, und ein Teil der Inseln öffnet sich erst mit fortschreitender Geschichte.

Die Struktur bleibt dem bewährten Rhythmus aus freiem Gespräch, Ermittlung und Gerichtsverhandlung treu, mechanisch hat das Spiel aber spürbar angezogen. Zum Beschießen widersprüchlicher Aussagen kommen direkte verbale Wortgefechte mit einem bestimmten Mitschüler, die Tatrekonstruktion wurde verlängert, und eine neue Logikfahrt schickt den Spieler auf einer Fragenstrecke, wo im vollen Tempo die richtige Antwort gewählt werden muss. Hinzu kommt die Möglichkeit, außerhalb der Haupthandlung Beziehungen zu Mitschülern zu pflegen und so deren Hintergrundgeschichten freizuschalten, was spätere Todesfälle wesentlich schmerzhafter macht. Der zweite Teil ist insgesamt länger, dichter und in der zweiten Hälfte deutlich düsterer als sein Vorgänger.

Technisch handelt es sich um ein sehr ähnliches, nur aufpoliertes Paket: zweidimensionale Figuren vor stilisierten Umgebungen, kräftige Farben und ein flüssiger Ablauf ohne Ruckler, was auf der Vita zählt. Die Musik setzt erneut auf Jazz- und Elektronikmotive, diesmal durchsetzt mit gespielt unbeschwerten Sommermelodien, die mit dem Geschehen auf der Insel kontrastieren. Neben der Haupthandlung gibt es auch einen umfangreicheren Entspannungsmodus mit Inselaufbau und der Aufzucht kleiner Kreaturen, der als Gegengewicht zur bedrückenden Handlung dient. Die Kritik bezeichnete den zweiten Teil meist als den besseren, vor allem wegen der ausgefeilteren Fälle und des emotionaleren Ausgangs. Heute liest sich das Spiel als Beweis dafür, dass eine Visual Novel auch nach zwanzig Stunden noch fesseln kann, sofern sie den Mut hat, den Spieler ernsthaft an seinen eigenen Schlussfolgerungen zweifeln zu lassen.

Spiel 29 von 122 für Sony PlayStation Vita

Derselbe Titel woanders (1)